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Klassisches Fernsehen bald ausgedient ?

Sie sind jung, technophil und mobil. Sie wollen sich nicht festgelegten Sendezeiten unterwerfen und immer häufiger auch unterwegs fernsehen. Mit dieser Haltung ist die Online Generation den übrigen Fernsehzuschauern voraus und gilt als Indikator für zukünftige TV-Nutzungsgewohnheiten. Rovi, ein US-amerikanisches Software Unternehmen und Anbieter von Lösungen für digitales Entertainment, darunter vor allem elektronische Programmführer (EPGs), hat eine aktuelle Umfrage zur Nutzung neuer TV-Technologien in Deutschland durchgeführt.

 

Laut dieser Umfrage erwarten sich die deutschen Fernsehzuschauer innerhalb der nächsten fünf Jahre einige Umwälzungen hinsichtlich ihres Fernsehverhaltens. Vor allem durch Internetfernsehen versprechen sie sich ein neues sendezeitunabhängiges Fernsehen, das eine größere Vielfalt bietet und weniger von dem festgelegten Programm der klassischen TV-Sender geprägt ist. Diese Erwartung ist besonders häufig bei der Gruppe der 20 bis 25-Jährigen hoch, die bereits heute schon, am meisten von allen Befragten den heimischen PC oder Laptop zum Fernsehen nutzen.

Die Online-Generation schaut jetzt schon anders

Die Gruppe der Digital Natives beziehungsweise der Online-Generation, die bereits von Kindheit an mit digitalen Technologien wie Computer, Internet, Handys oder MP3 Playern aufgewachsen ist, zeigt sich erwartungsgemäß den neuen Möglichkeiten des Fernsehens gegenüber aufgeschlossen. Sie haben keine Berührungsängste vor neuen Technologien und Produkten. So nutzen schon heute 40 Prozent der 20- bis 25-Jährigen und 42 Prozent der 25- bis 30-Jährigen neben ihrem TV-Gerät ihren Home PC oder Laptop, um fernzusehen. Mit zunehmendem Alter nimmt dieses Verhalten ab. So schauen beispielsweise nur noch 16 Prozent der über 60-Jährigen auf dem PC oder Laptop fern.

Die 20- bis 25-Jährigen sind es auch, die in den letzten zwei Jahren immer mehr Fernsehsendungen auf ihren Mobiltelefonen verfolgen: 64 Prozent der 20- bis 25-Jährigen empfangen und konsumieren TV-Sendungen häufiger auf ihren Smart Phones als noch vor zwei Jahren. Hier ist der Abstand zu den älteren Altersgruppen beträchtlich: Je älter die befragte Altersgruppe, desto eher schauten sie über das klassische TV-Gerät zuhause fern und folgten damit ihren TV-Gewohnheiten von vor zwei Jahren.

„Wir sehen heutzutage ein großes Angebot an internetfähigen Unterhaltungsgeräten auf dem Markt, die wiederum eine wachsende Anzahl von neuen Inhalten und Services für die Konsumenten nach sich ziehen“, so Ingo Reese, Business Development EMEA Rovi. „Für Rovi ist es wichtig, das aktuelle TV-Nutzungsverhalten der Zuschauer zu kennen. Dies können wir bei der innovativen Weiterentwicklung unserer Produkte, vor allem den elektronischen Programmführern, berücksichtigen und den Konsumenten somit ein besseres Unterhaltungserlebnis bieten.“

TV-Konsum im Jahr 2015

Je mehr die jungen Generationen heranwachsen, desto weniger Bedeutung wird das klassische, sendezeitabhängige (lineare) Fernsehen haben. Nach ihrer TV-Nutzung in fünf Jahren befragt, schätzen 66 Prozent der 20- bis 25-Jährigen, sogar 80 Prozent der 26- bis 30-Jährigen und 70 Prozent der 31- bis 35-Jährigen, dass sie im Jahr 2015 Fernsehen und Videos hauptsächlich über das Internet sehen werden. Die Altersgruppen ab 36 Jahren schätzen das klassisch gesendete Fernsehen auch in fünf Jahren noch als Hauptquelle ihres Fernsehkonsums ein.

Eine zunehmend starke Rolle werden auch digitale Festplattenreceiver spielen, mit Hilfe derer sich beispielsweise ganze Serien auf einen Knopfdruck auf die Platte laden lassen und die somit ebenfalls zeitunabhängiges Fernsehen möglich machen. Kombiniert man die Daten aus Internetfernsehen und diesen Angeboten ergibt sich, dass 77 Prozent der 20- bis 25-Jährigen und sogar 81 Prozent der 26- bis 30-Jährigen erwarten, dass sie im Jahr 2015 zeitunabhängig fernsehen werden.

Auf die Frage nach dem Hauptgerät, das in Zukunft vornehmlich für das  Fernsehen genutzt wird, entscheiden sich immerhin 30 Prozent der 20- bis 25-Jährigen für den PC zuhause oder den Laptop, während alle anderen Altersgruppen weiterhin hauptsächlich den klassischen TV-Apparat nutzen werden (26- bis 30-Jährige: 79 Prozent; 31- bis 35-Jährige: 73 Prozent; 36- bis 44-Jährige: 83 Prozent; 45- bis 55-Jährige:83 Prozent; 55- bis 60-Jährige: 85 Prozent; ab 60-Jährige: 87 Prozent).

Jung liebt non-linear, Alt linear

Trotz der verschiedenen Möglichkeiten zeitversetzt (non-linear) fernzusehen, gibt es bestimmte Sendungen, die genau dann von den Befragten gesehen werden wollen, wenn sie ausgestrahlt werden. Dazu gehören an erster Stelle die Nachrichtensendungen: 78 Prozent aller Befragten möchten sie zur festgelegten Sendezeit sehen. Auch hiervon weicht die jüngere Altersgruppe ab; nur 57 Prozent der 20- bis 25-Jährigen wollen sich nach den festgesetzten Sendezeiten richten. Auch bei Live-Sportsendungen, der Lieblingsserie, Reality Shows oder dem Frühstücksfernsehen ist die jüngste Gruppe der Befragten im Gegensatz zu allen anderen Altersgruppen am wenigsten bereit, sich nach festen Sendezeiten zu richten. Insgesamt stehen die Jüngeren den neuen Möglichkeiten durch Internet-fähige Fernsehgeräte aufgeschlossener gegenüber: Sie gehen davon aus, dass es leichter wird, Programme zu finden, die man sehen möchte.

„Im Zuge all dieser neuen Möglichkeiten, die auf den Markt kommen, kann der elektronische Programmführer dabei helfen, sich mit den Veränderungen vertraut zu machen und das Fernseherlebnis für neue Inhalte und Services zu verbessern. Die EPGs werden sowohl das klassische Fernsehprogramm der Sender als auch die sendezeitunabhängigen Inhalte aus dem Internet direkt auf den Fernseher bringen und es damit dem Konsumenten erleichtern, jederzeit die Sendungen und Filme zu finden, die er sehen will“, fügt Ingo Reese hinzu.

Zur Umfrage

Rovi beauftragte im August 2010 das britische Marktforschungsunternehmen Red Shift mit der Untersuchung der TV-Gewohnheiten der Deutschen und Briten vor allem hinsichtlich ihrer Erwartungen an das Fernsehen der Zukunft. Red Shift befragte in Deutschland 1000 Bundesbürger in den Altersgruppen 20 bis 25 Jahre, 26 bis 30 Jahre, 31 bis 35 Jahre, 36 bis 44 Jahre, 45 bis 55, 56 bis 60 Jahre und über 60 Jahre. Die Befragung erfolgte online und per Zufallsstichprobe im Zeitraum von Anfang bis Mitte August.

 
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