Banner

d3bajo

HomeWorkshopsKamerakauf: analog oder digital ?

Kamerakauf: analog oder digital ?

Die Frage, ob man sich bei Neukauf einer Kamera für eine ‚klassische‘ analoge Kamera mit Film oder für eine filmlose Digitalkamera entscheiden sollte, wird sich der eine oder andere in letzter Zeit schon gestellt haben.
Es soll es aber nicht um die Frage gehen, ob sich der Kauf einer Kompaktkamera oder einer Spiegelreflex in Frage kommt, sondern rein um die Frage "analog oder digital". Hierbei gibt es folgende Punkte zu vergleichen: Kosten, Qualität, Zukunftssicherheit, Einfachkeit bei der Bildpräsentation, Entscheidungshilfe.

 Kosten

Was die Kosten für vergleichbar ausgestattete Kameras angeht, ist es im Moment noch so, dass die digitalen Modelle i.d.R. bis zu doppelt so teuer sind – wobei die Preisdifferenz allerdings von Monat zu Monat kleiner wird. Der Preis für eine Digitalkamera der Kompaktklasse kann so schnell 300 bis 600 € höher ausfallen als für ein vergleichbares Analogmodell. Man darf allerdings dabei nicht vergessen, dass Kosten für Filme bei der Digitalen nicht anfallen – dieser Vorteil wird je mehr ins Gewicht fallen, desto mehr Sie fotografieren.
Kosten für Filme fallen bei filmlosen Kameras freilich nicht an, sondern lediglich ein einmaliger Anschaffungspreis für eine Speicherkarte. Diese gibt es in verschiedenen Kapazitäten, wobei man für 1 GB Speicherkapazität mit ca. 5 € rechnen muss – eine einmalige Investition, denn die Karten sind natürlich löschbar und wiederbeschreibbar.
Je nach dem, wieviel Sie fotografieren, könnte eine Rechnung für Sie so aussehen:

Analog  Digital 
20 Filme, 3 € pro Film: Filmkosten: 60,00 €
Filmentwicklung, pro Film 2 € : 40,00 €
------------------------------------------------
Gesamt (ohne Kosten für Abzüge) : 100,00 €
=============================  
Filmkosten: 0,00 €
Filmentwicklungen: 0,00 €
---------------------------------------
Gesamt (ohne Kosten.f.Abzüge):0,00 € *)
==========================
*) Einmalige Kosten für z.B. 16 GB Flash-
card = ca. 60€
Kosten für einen Computer, Festplatte etc.
bleiben unberücksichtigt.
 

Die Kosten für Abzüge bleiben gleich, da Sie auch von Digitalfotos wie gewohnt Abzüge machen können, sei es im Fotolabor oder bei einem der vielen digitalen Bilderdienste im Internet wie z.B. Pixelnet etc. – bei gleichem Preis wie von analogen Vorlagen.

 Qualität

Die Bildqualität eines Negativ- oder Diafilms werden von den preiswerten Kompaktkameras der 6-Megapixelklasse inzwischen erreicht, sofern man bei den Abzügen keine größeren Vergrößerungen als A4 printen lässt. Wollen Sie Abzüge in Größe A3 oder größer, empfiehlt sich hier eine Digitalkamera mit einer Mindestauflösung von 12 Megapixel, was heute bereits Standard ist.

 Zukunftssicherheit

Während sich im analogen Lager in den letzten Jahren nicht viel bahnbrechendes ereignet hat, ist die Digitalfotografie noch in der Weiterentwicklung und Verbesserungen und neue Automatiken sowie Vereinfachungen kommen fast monatlich auf den Markt. Ein Ende der rasanten Entwicklung ist aber bereits abzusehen, denn immer noch mehr Pixel machen auch nicht glücklich, siehe hierzu auch die Seite » "Sind mehr Pixel immer besser ?"
Beim Kauf einer Digitalen sollten Sie aber nicht zwangsläufig warten, sich aber dennoch darüber bewusst sein, dass hier die Entwicklung und die Lebenszyklen kürzer sind als bei einer analogen Kamera.

 Einfachkeit der Präsentation

Während Ihnen bei der analogen Fotografie als Präsentationsmöglichkeiten die Diaschau und das Fotoalbum bekannt sind, kommen bei der digitalen Fotovariante noch einige interessante Möglichkeiten hinzu. So lassen sich die digitalen Bilder zum Beispiel ohne Kosten für Fotopapier oder Abzüge digital weitergeben, sei es auf Diskette oder per email. Bilder lassen sich außerdem online stellen und so von jedermann mit einem Internetanschluss betrachten. Man kann sie auf CD brennen, woanders auf einem Fernseher ansehen oder mittels Beamer immer noch auf eine Leinwand werfen, wie bei konventionellen Dias auch.
Insgesamt stehen einem bei der digitalen Fotografie mehr Möglichkeiten offen, und das lästige Einscannen der Bilder entfällt.

 Entscheidungshilfe

Wenn Sie viel oder sehr fotografieren, bereits einen PC haben und Sie die Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung Ihrer Bilder faszinieren, kommt für Sie eigentlich nur eine digitale Kamera in Frage – zumal hier das lästige Einscannen der Fotos entfällt. Sie haben keine Probleme mit dem Archivieren der Dias/Negative und können die Bilder online stellen, selbst drucken oder zum Labor geben, ganz nach Bedarf.
Haben Sie dagegen weder einen PC noch Interesse an den Möglichkeiten digitaler Verarbeitung und -verfremdung, dann ist die erstmalige Anschaffung einer Digitalkamera inclusive PC und Fotodrucker wenig attraktiv - hier bietet sich die analoge Fotografie an.


2001

 
Zum Anfang

Nächstes Event

Keine aktuellen Veranstaltungen.

Das sagen User zum ProfiForum:

"Ich kenne kein deutschsprachiges Fachforum, das so detaillierte und wichtige Informationen enthält wie dieses !"

Zum Profi-Forum