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"Meine Kamera macht gute Bilder"

"Meine Kamera macht gute Bilder"

Diesen sinnleeren Spruch hört man leider immer wieder.
Nicht die Kamera macht die Bilder, sondern Sie !
Picasso ging auch nicht in ein Pinselgeschäft und fragte nach Pinseln, die gute Bilder machen.
Aber genau das behaupten die weniger ernsthaften Amateure täglich tausendfach, sie alle haben offenbar eine tolle Kamera, die automatisch tolle Bilder macht. Natürlich werden selbst in einer Kompaktkameras heute schon diverse Automatiken, Blitzfunktionen und Motivprogramme angeboten, die dem Fotografen eine Menge Arbeit abnehmen - aber das Bild macht immer noch der Mensch dahinter.

Und die Motivklingel ist auch bald eingebaut

Trotz oder gerade wegen der ganzen technischen Hilfestellungen, die moderne Kameras heute bieten, gehören über 90% der privat gemachten "schönen Urlaubsfotos" in den Papierkorb: Da wimmelt es von unfreiwilliger Unschärfe, das Motiv ist schlecht oder gar nicht ins Bild gesetzt und oft noch nicht mal erkennbar. Es wäre nicht verwunderlich, wenn bald auch noch die ersten Kameras mit Motivklingel herauskämen.
Ansatzweise gibt es die Motivklingel schon:
In Disneyland stehen an den Hauptattraktionen, Märchenschlössern etc. sogenannte "Photo Points". Das sind Hinweistafeln, die darauf hinweisen, daß man hier ein tolles Foto machen kann, welches schon Millionen andere an genau dieser Stelle genau so zuvor machten. Und zu allem Überfluss ist in dieser Hinweistafel ein Loch (!), durch das man das Objektiv bzw. die Kamera durchstecken kann, damit man auch bloß nicht genötigt ist, sich eine Sekunde Gedanken über den Standpunkt oder gar individuellen Bildausschnitt zu machen.

Wie komme ich zu besseren Bildern ?

Um zu bessern Bildern zu kommen, sollte sich jeder fragen:

Lassen Sie die Kamera alle Einstellungen wählen?
Lassen Sie die Kamera die ganze Arbeit erledigen?

Könnte es sein, dass Sie glauben, dass die Kamera das Foto für Sie machte und Sie waren nur der Knopfdrücker ?
Moderne Kameras sind so bemerkenswert "leistungsfähig" und anpassungsfähig, daß man schon bei Vollautomatik und ohne Intervention des Fotografen annehmbare Ergebnisse erzielt - wenn man den Bedienungsanleitungen und Hochglanzprospekten glauben darf.

Aber gerade das Verstellen der automatischen Einstellungen bringt oft die wirklich bemerkenswerten Ergebnisse:
- Der Einsatz eines Blitzes, auch bei Tageslicht im Freien
- Die Wahl des richtigen Objektivs (bei einer Spiegelreflexkamera)
- Die Wahl des richtigen Filmes
- Die Wahl der Blende und der Zeit

Und die "richtige" Kamera ? Fast unerheblich !

Natürlich kann der beste Fotograf mit einer drittklassigen Kamera auch nicht die Ergebnisse erzielen, die er mit seiner gewohnten hochwertigen Kamera erhalten würde, aber seine Bilder wären sicher noch um Klassen besser als im umgekehrten Fall - wenn nämlich ein Gelegenheitsknipser mit der Profikamera ein ansprechendes Bild hinbekommen sollte.
Ein gelernter Formel-1-Fahrer könnte mit einem Trabi sicher auch besser fahren als der 18-jährige Anfänger im Ferrari, oder ?

Konzentration auf das Wesentliche

Bevor Sie also zum Drücken des Auslösers schreiten, fragen Sie sich:
- Was will ich eigentlich fotografieren ?
- Was möchte ich mit dem Bild zeigen, wen will ich ansprechen ?
- Mit welchen technischen Mitteln kann ich das Ziel am besten erreichen ?


 
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