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 Betreff des Beitrags: Erster Eindruck mit meiner D70
BeitragVerfasst: 20.06.2004, 22:35 
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Auch ich möchte nach ca. 3000 Fotos meinem ersten Eindruck von der D70 mitteilen. Ich habe lange überlegt ob ich die D70 oder D100 zulegen sollte. Letztendlich gab die höhere Blitzsynchro-zeit von 1/500 s der D70 den Auschlag. Allein diese Feature ist bei der Blitzfotografie eine nicht zu unterschätzende neue Möglichkeit. Ich habe es mehrfach ausprobiert und kann nur sagen, fantastische Blitzaufnahmen (insbesondere Sportaufnahmen) sind nun möglich.

Ich besitze keine teure Objektivausrüstung, habe aber mit folgenden Objektiven und Zubehör ausführlichen Testaufnahmen durchgeführt:

a) 18-70mm Nikkor ED DX (als Kit mit D70 gekauft)
b) 50mm 1.8 Nikkor AF
c) 28-80mm 3.5-5.6 Nikkor
d) Tamron 28-200mm 3.5-5.6 LD Version II
e) Blitz Nikon SB800

obige Objektive arbeiten einwandfrei mit der D70

f) 80-200mm F4 Nikkor MF
g) 28mm F 2.8 MF

diese Objektive kann man leider nur im manuellenModus betrieben, so dass ich sie wohl verkaufen werde.

Die Bedienung der Kamera ist (mit einer Einschränkung) wirklich hervorragend gelungen. Lediglich einige Funktionen benötigen ein intensives Studium der Bedienungsanleitung. Das Gehäuse macht einen soliden perfekten Eindruck. Lediglich der Blitzschuh in Verbindung mit dem SB800 (den ich mir ebenfalls sofort zulegte), macht mir wirklich Sorgen. Der Blitz entwickelt schon durch sein Gewicht ein enormes Drehmoment, so dass ich mir nicht vorstellen kann, dass bei Dauergebrauch der Blitzschuh diesem standhält, da er nun halt auf Plastik befestigt wurde. Ich glaube da wird es noch Probleme geben.

Die Menüführung ist genial einfach, lediglich die AEL Tasten sind manchmal nicht ganz intuitiv bedienbar bzw. nur mit Doku verständlich.
Die Tasten liegen fast fantastisch ergonomisch, lediglich die Blitztaste liegt etwas versteckt und widerspricht sich ein wenig mit dem durchaus gelungenen Nikon Bedienkonzept.

Die Belichtungsmessung ist von hoher Qualität. Die drei Modi arbeiten sehr ausgewogen, lediglich bei Gegenlicht gibt es manchmal Probleme, die allerdings ein guter Fotograf ausgleichen kann. In diesen Zusammenhang leistet sich die D70 allerdings eine Schwäche bei Sonneuntergängen. Hier neigt sie zum Blooming und ist nur durch gezieltes Abblenden zu vernünftigen Aufnahmen zu überreden. Auch hier kann ein geübter Praktiker entgegen wirken.

Die Programmautomatiken liefern sehr gute Ergebnisse, allerdings sind dann nicht alle Optionen verfügbar. Ich betriebe die D70 mit einer 2GB Hitachi Microdrive, der im Fine Modus ca. 600 Aufnahmen ermöglicht. Im Normalmodus sind dann fast 1500 Bilder möglich.

Die Qualität der Aufnahmen ist dann etwas schlechter. Bei Fotos mit wenigen Details ist dies aber ein sehr guter Kompromiss. Die Autofocusmessfeldsteuerung ist genial einfach gelöst und ermöglicht eine schnelle Auswahl des Messfeldes, ohne große Fummelei. Für den Normalgebrauch reichen die 4 Messfelder vollkommen aus. Mehr wäre hier nur weniger. Hier hat man eh durch den Messwertspeicher genug Möglichkeiten.

Die Möglichkeit einen Messblitz für eine korrekte Aufhellung zu senden und den Belichtungswert abzuspeichern ist wirklich ein tolle Sache, sodass perfekte Aufnahmen mit untersichtlichen Helligkeitsverteilungen möglich sind. Hier lohnt sich wirklich das Handbuch zu lesen.

Zur Bildqualität:
Diese hängt natürlich auch von den Objektiven ab. Also nun mein Eindruck:

a) 18-70 mm DX ED Nikkor
sehr scharf über den gesamten Brennweitenbereicht. Neigt allerdings im Bereich 18-22 mm zu starken Verzeichnungen !!!!, sodass Gesichter teilweise vollkommen verzerrt aussehen. Das ist eine unglaubliche Schwäche des doch recht teuren Objektives. Mit lensdoc kann ich dies zwar korrigieren, aber das ist schon schlechter als manches Sigma oder Tamron liefert.
Aufgrund dieses Fehlers kann ich dieses Objektiv wirklich nicht empfehlen!! Leider nicht die gewohnte Nikon Qualität. Das neue Sigma 18-120 mm sollte man vielleicht als Alternative testen.

b) 50 mm 1.8 f
Mit 1.8 sehr schlechte Schärfe und Kontrast (fast unbrauchbar), blendet man ab auf 2-2.8, dann hervorragende Abbildungseigenschaften. Ideales Portaitobjektiv. Also teilweise einsetzbar.

C) 28-80 mm
Beste Eigenschaften (obwohl billiger) scharf, Kontrastreich hervorragende Abbildungseigenschaften. Meine beste Kombination

c) 28-200 mm Tamron
gute Abbildungseigenschaften , bei 200 mm lässt die Schärfe und Kontrast nach, Bilder wirken ein wenig zu weich. Verzerrungen sind allerdings deutlich geringer als beim Nikkor 18-70 mm. Ansonsten recht ordentliche Leistung. Meine zweitbeste Kombination.


Rauschverhalten:
Einfach hervorragend , selbst mit 1600 ASA gute Ergebnisse. Mit Neatimage kann man hier einiges nachträglich rausholen.


Blitzfotografie mit dem SB800

Also ich möchte hier nur folgendes anmerken, da es mich doch wirklich GEÄRGERT hat. Absolute miese Bedienungsanleitung. Funktionen nicht nur schlecht sondern teilweise überhaupt nicht erklärt, so dass man auf nikonians.org angewiesen ist, um Infos zu bekommen. Das ist schon krass, so eine Dokumentation.

Die Grundfunktionen sind natürlich einfach zu bedienen. Versucht aber mal mit der Bedienungsanleitung den SB800 über den internen Blitz auszulösen, wobei die Ergebnisse zusammen mit dem internen Blitz eher bescheiden sind, da anscheinend nur 2 x SB800 richtig Sinn machen, da dann erst die volle Funktionalität beim Multiblitzen erreicht wird.

Wer also professionell Multiblitzen will, muss auf jeden Fall mindestens einen SB600 noch dazu kaufen. Schade eigentlich… Ansonsten macht der Blitz eine solide Figur und bietet sehr gute Möglichkeiten, insbesondere mit der neuen 1/500 s Zeit. Auch in absoluter Dunkelheit hervorragende Ergebnisse, Beste Ergebnisse mit dem Diffusor!


Bis ein paar Unzulänglichkeiten war es doch eine gute Entscheidung gewesen die D70 zu kaufen. Lediglich das 18-70 Objektiv hätte ich mir sparen können. Ansonsten freue ich mich über die Geschwindigkeit der Kamera, keine Verzögerung mehr und die Batterielaufzeit ist extrem lang! Und die Bildqualität ist mit dem richtigen Objektiv hervorragend.

Ach ja, der Sucher ist doch ein wenig zu dunkel und etwas kleiner als bei der D100. Wäre die Funktionalität und Bildqualität der D70 gegenüber der D100 nicht überlegen, hätte ich auf jeden Fall die D100 gekauft, da dieser Sucher um längen besser ist. Hell, klar und größer! Da hätte man nicht sparen sollen. Er ist aber allemal besser als der der Canon 300D, die ich sofort weggelegt habe, da einfach zu klein und zu dunkel (noch schlechter als bei der d70). Wer wie ich eine Analogspiegelreflex gewöhnt ist, ist schon etwas enttäuscht über den Sucher.

Aber ich jetzt stolzer Besitzer einer D70 und glaube ich werde viel Freude an ihr haben.

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Andyby1960
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BeitragVerfasst: 21.06.2004, 07:56 
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Habe noch was wichtiges vergessen. Die D70 ist schon ein wenig Staubanfällig. Ich putze sie was jede Woche. Natürlich hängt es auch davon ab, wie oft man die Objektive wechselt. Nutze ebenfalls einen Staubsauger, der allerdings viel zu stark ist. Kennt eigentlich jemand einen kleine Staubsauger, der feiner dosierbar ist? Vielleicht gibt es sowas. Jedenfalls kommt jenach Umgebung schnell mal ein Harr und Staub auf den Sensor oder die Mattscheibe.

Aber das ist ja nicht viel anders bei analogen cams.

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Andyby1960
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BeitragVerfasst: 19.09.2004, 21:16 
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1500 Fotos auf einem 2GByte-Teil? Machst du Animationsfilme oder Fotos?

Das mit dem häufigen Putzen klingt für mich etwas übertrieben. Ein bissl Staub im Spiegelkasten tut doch niemanden weh. Eine schmutziger Sucher ist auch nicht schlimm. Handlungsbedarf besteht nur wenn große "Brocken" auf dem CCD-Filter Rast machen. Die sieht man dann als dunkle Flecken im Bild.

Die D70 finde ich auch nicht schlecht. Mir ist nur aufgefallen, dass bei starkem Gegenlicht die Schatten kräftig blau "leuchten". Kann aber auch an der Kombination 14mm/2.8 (Sigma) und Nikon D70 liegen.

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 Betreff des Beitrags: 1500 Bilder
BeitragVerfasst: 19.09.2004, 22:17 
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Da die D70 so schnell ist, kann man halt sehr viele Fotos schiessen, macht Spass und kostet nichts :-), allerdings ist das nicht ungewöhnlich, wenn du Profis mal bei der Arbeit über die Schulter siehst, dann sind die 1500 eher noch wenig.

Neben dem Staub (auf dem Sesnsor) ärgert mich eher die dauernde Unterbelichtung, dank custom - curves bekomme ich das etwas besser hin, aber trotzdem die Belichtung ist nicht die beste bei der d70. Übrigens kann ich nur das sigma 18-125 empfehlen, habe das 18-70 verkauft.

Gruß andyby

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BeitragVerfasst: 19.09.2004, 23:02 
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Ich bin Berufsfotograf und mache selten mehr als 300 Fotos an einem Arbeitstag. Wann soll man 1500 Fotos sichten und bearbeiten? Das dauert zu lange.

Ich habe mal einen erfahrenen (d.h. alten) Sportfotograf beobachtet. Der hat alle 3 Minuten einmal klick gemacht -- mehr nicht. Ich war völlig von den Socken.

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BeitragVerfasst: 20.09.2004, 22:48 
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Also einen Sportfotografen kenne ich zwar
nicht, aber einen Modefotografen.Da waren hunderte Fotos keine Seltenheit. Es war sein wildes Shooting. Klar ist natürlich auch, das bei Landschaftsaufnahmen es keiner menge Fotos bedarf. da ist mehr Komposition im kopf angesagt. Aber mein Onkel ist Profi und er hatte hunderte an Serien geschossen.
Also bei Portraits- erwischt man den Zeitpunkt Schon mal eher wenn man mit den Fotos nicht geizt. Warum auch?

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Andyby1960
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BeitragVerfasst: 21.09.2004, 12:59 
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Meine Kamera: Nikon D800
Danke für Deinen informativen Überblick!

Falls es auf der Fotokina zu einer -hochpreislich gesehen- Enttäuschung mit der Fuji S3 kommen sollte, auf die ich schon fast ein Jahr warte (ich hatte die S1), werde ich mir wohl eine D70 zulegen. Schon der Preis ist vernünftig, er läßt dann leichter als bei teureren Kameras Ergänzungen oder auch Umstrukturierungen in
meiner Objektivpalette zu:
2,8/20 AF ........... (zu ersetzen durch ein Weitwinkel-Zoom)
1,4/50 manuell .....( wird zu 99% nie gebraucht )
2,8/60 AF Micro ....( besser wäre längere Brennweite...)
1,8/85 AF .............( werde ich wohl behalten: Portraits)
3,5-4,5/35-135 AF ...("Reiseobjektiv", evtl ersetzen, siehe. unten!)
4/300 AF (ED)...(rel.langsamer AF, suche noch einen Ersatz, z.B.80-400Vr o.äh.)

Ich dachte bei Erneuerungen an das 18-70er (mit D70 als Set), das aber bei Deinen Ergebnissen recht mau wegkommt und auch evtl. ersetzt werden könnte durch das erwähnte neue Sigma 18-120 mm oder durch die Kombination von 12-24mm und 24-120 Vr. Noch ist das alles recht undurchschaubar, aber mit der Zeit wirds wohl klarer werden...
Meinen SB 24 kann ich dann auch wohl vergessen??
Ebenso die Konverter 1,4N/AF von Vivitar und soligor 2X N/AFs ..?

Wenn diese Objektive nicht vorhanden wären, würde ich wahrscheinlich auf die D20 wechseln. (Ich muss das mal durchrechnen.) Viel bringt ein Verkauf der obigen Objektive ja wohl nicht mehr, selbst wenn ich die olle manuelle F 301 dazulege, oder?

Was mich noch bei der D70 irritiert, sind die Berichte, die sie bejubeln ( TomHogan, z.B.) und andere, die über Magentastich im Farbbereich klagen, besonders bei den ach so delikaten Portraits.
Welche Erfahrungen hast Du in diesem wichtigen Bereich gemacht, das würde mich in erster Linie interessieren.

Freundlichen Gruß!
diethard


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BeitragVerfasst: 21.09.2004, 13:18 
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Meine Kamera: Nikon D2
Jörn Tornow hat geschrieben:
Ich bin Berufsfotograf und mache selten mehr als 300 Fotos an einem Arbeitstag. Wann soll man 1500 Fotos sichten und bearbeiten? Das dauert zu lange.

Ich habe mal einen erfahrenen (d.h. alten) Sportfotograf beobachtet. Der hat alle 3 Minuten einmal klick gemacht -- mehr nicht. Ich war völlig von den Socken.


Wie im richtigen Leben, gibt es stets zwei Kategorien von Anwendern. Die einen machen es mit Köpfchen und anderen sind selbst 8 fps zu wenig, weil ihr Wunschbild stets im Kommabereich liegt ;-)

Andererseits ist das Handling von 1500 JPEGs kein Problem, zumal eh nur die besten in Frage kommen und die sind bekanntlich recht dünn gesät. 1500 RAWs sind dagegen ein richtig lustiger Zeitvertreib.


lg Gerhard

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Wirklich ist weder das Erkennende noch das zu Erkennende, sondern erst das Erkannte.


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BeitragVerfasst: 21.09.2004, 17:20 
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Meine Kamera: D3 D700 D7000 P5000
ALso, zu den 2 Gb und 1500 Fotos muß auch etwas los werden. " GB halte ich für zu wenig. :-)
Zur Zeit benutze ich 3x 1GB CF und ein 4 GB Microdrive und verteile das auf D70 und D2H. Zusätzlich noch den Coolwalker. Mit der D2H kann ich rd. 300 RAW je GB speichern. An einem Wochenende shoote ich schon einmal 300-1200 Fotos. Bei Actionaufnahmen, Feierlichkeiten, Sport etc. mehr, bei Landschaftsaufnahmen weniger.
Das Sichten der Fotos ist allerdings schon zeitaufwendig und stößt bei meiner Frau nicht immer auf Begeisterung. Dieser "Reinigungs-Prozess" durchläuft mehrere Schritte.
1. Zuerst den offensichtlichen Schrott brutalst möglich ;-) rauswerfen.
2. Danach wird der Rest auf DVD gespeichert.
3. Nach der Archivierung werden nur noch die Bilder belassen, die wirklich gut sind und eine weitere Bearbeitung verdient haben.

Ich gebe zu - als Hobbyfotograf - bin ich wirklich nicht so gut, daß mir ein Foto alle 3 min ausreichen würde. Bei der Durchsicht meiner Sportaufnahmen (Fußball) habe ich mehr Bilder als notwendig geschossen (300 je Halbzeit). Aber da muß ich noch mein Auge schulen. Bei Porträtaufnahmen, Personenaufnahmen generell, shoote ich sehr viel. Wobei 8 fps nicht zwingend erforderlich sind. Es ist ärgerlich, wenn an sich schöne Aufnahmen einer Personen durch einen unpassenden Augenaufschlag "vernichtet" werden.


Gruß
Harry


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 Betreff des Beitrags: Re: Erster Eindruck mit meiner D70
BeitragVerfasst: 22.09.2004, 08:32 
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Meine Kamera: D3/ D7100
Zitat:

a) 18-70 mm DX ED Nikkor
sehr scharf über den gesamten Brennweitenbereicht. Neigt allerdings im Bereich 18-22 mm zu starken Verzeichnungen !!!!, sodass Gesichter teilweise vollkommen verzerrt aussehen. Das ist eine unglaubliche Schwäche des doch recht teuren Objektives. Mit lensdoc kann ich dies zwar korrigieren, aber das ist schon schlechter als manches Sigma oder Tamron liefert.
Aufgrund dieses Fehlers kann ich dieses Objektiv wirklich nicht empfehlen!! Leider nicht die gewohnte Nikon Qualität. Das neue Sigma 18-120 mm sollte man vielleicht als Alternative testen.

.

Hallo,
ich habe beide Objektive. Das Kit 18-70mm und das Sigma 18-125 mm
Den von Dir beschriebenen Feherl mit dem 18-70 habe ich auch und leider nicht nur in dem von Dir erwähnten Bereich. Ich weiss nicht, was Nikon sich da geleistet hat, aber etwas tolles war es nicht.
Mit dem Sigma 18-125 mm habe ich keinerlei Probleme. Es ist auch wesentlich schärfer. Kann das Sigma nur empfehlen.

Das 18-70 hatte ich natürlich schon bei Nikon überholen lassen. Brachte keine Besserung.

gruss
Kai


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 Betreff des Beitrags: neue Objektive
BeitragVerfasst: 22.09.2004, 14:00 
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Hallo zusammen,

ich habe mir noch einige gebrauchte Objektive zugelegt und wollte euch noch kurz meine Erfahrungen in Verbindung mit der D70 mitteilen.

70-210 mm 3,5 D Nikkor
80-200 mm 4 D Nikkor

Das 70-200er habe ich recht günstig erworben (150€),das 80-200 habe auf einem Flohmarkt für 80 € bekommen.

Direkt verglichen habe ich es mit meinem alten 28-200 Tamron LDII. Orientiert habe ich mich an diversen Kommentaren, die das 70-210 wärmstens empfehlen, und die 70-300 Nikkore als ziemlich billigen Mist beschreiben. Ich habe dann ziemlich viele Testfotos gemacht und muss doch denen widersprechen, die Tamron und sigma Objektive (insbesondere die Megazooms verteufeln). Eigentlich war ich auch (bin es auch immer noch ) der Aufassung, das Megazooms ein Kompromiss sind.

Daher habe ich bewußt ein 70-210 gekauft um genau dies zu vermeiden. Beide Ojektive vertragen sich sehr gut mit der D70, das 70-210 besticht durch eine gute Farbdichte und kontrastvollen Abbildungen. Die Schärfe ist eigentlich durchgehend gut, bei gutem Kontrastverhältnis. Der Autofocus arbeitet rasend schnell (allerdings laut). Der Schiebezoom ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, das Objektiv ist allerdings schwer aber qualitativ hervorragend verarbeitet.

Das 80-200er ist dagegen sehr kompakt und leicht, ist ein Drehzoom, die Farbdichte ist ähnlich gut, allerdings bei geringerem Kontrastverhalten. Grundsätzlich ist es nicht so scharf wie das 70-210, es verschwimmt etwas an der Rändern. Die D70 hat kein Problem mit beiden Objektiven.

Und jetzt doch die eigentliche Überraschung. Die gleichen Fotos habe ich nun auch mit dem Tamron 28-200 gemacht und mußte feststellen, das die Schärfe fast identisch war mit dem 70-210er Nikkor, lediglich die Farbdichte war deutlich geringer und die Bilder waren im Telebereich >180 mm softer. Das hat mich doch wirklich überrascht. Ich konnte es kaum glauben. Ich hatte das Tamron schon im Gedanken in ebay eingestellt. Allerdings nun muss ich das revidieren. So schlecht wie allgemein über die Tamrons herzogen wird, sind die doch nicht. Als Reiseobjektiv hat das 28-200er (42-300) zu wenig Weitwinkel. Ich glaube, das ich das Sigma 18-125 dafür einsetzen werde. Aber trotzdem hat mich das überrascht.

mfg
Andyby

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BeitragVerfasst: 22.09.2004, 14:23 
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diethard hat geschrieben:
das erwähnte neue Sigma 18-120 mm oder durch die Kombination von 12-24mm und 24-120 Vr. Noch ist das alles recht undurchschaubar, aber mit der Zeit wirds wohl klarer werden...
Meinen SB 24 kann ich dann auch wohl vergessen??
Ebenso die Konverter 1,4N/AF von Vivitar und soligor 2X N/AFs ..?
?

Was mich noch bei der D70 irritiert, sind die Berichte, die sie bejubeln ( TomHogan, z.B.) und andere, die über Magentastich im Farbbereich klagen, besonders bei den ach so delikaten Portraits.
Welche Erfahrungen hast Du in diesem wichtigen Bereich gemacht, das würde mich in erster Linie interessieren.

Freundlichen Gruß!
diethard



Du hast vollkommen recht, für die Objektive bekommt man recht wenig. Ich habe auch ein 50mm 1.4 , brauche es aber nie. Mit den passenden ASA Einstellungen ist die Lichtstärke in vielen Fällen kompensierbar.

In Sachen Portrait kann ich keine Schwächen erkennen. Ganz im Gegenteil, gerade hier hat die D70 ihre Stärken. Schwächen sehe ich eher in Punkto Blooming (insb. Sonneuntergänge). Farbstiche sind zwar manchmal ein Problem, allerdings mit Photoshop eh keinThema. Falls man aber mit Photoshop nicht viel machen möchte, kann man auch die Korrekturen der D70 verwenden, da ist viel möglich. Ich arbeite zum Beispiel mit benutzerdefinierten Tonkurven.

Nachdem die D20 erschienen ist, würde ich vielleicht heute anders entscheiden. Der Hauptschwachpunkt ist die Belichtungsmessung und Blitzfotographie. Wer glaubt mit dem SB800 würden die Ergebnisse nur noch super sein, der irrt, hier hat nikon wirklich eine hohe Hürde aufgebaut. Wer mal bei Pressekonferenzen darauf achtet wie die Profis die Kombination mit dem SB800 nutzen, wird feststellen, dass fast alle den Plastikdiffusor auf den Blitz geschoben haben.

Ich selber habe dies auch festgestellt, dass dann die Aufnahmen sehr gut werden, nur dann ist der Zoomreflektor abgeschalter (er zoomt nicht mehr mit).

Und es gibt so viele Probleme mit dem SB800, das ich mich wirklich frage, was das eigentlich für ein Systemblitz sein soll, wenn man pausenlos experimentieren muss. Also das gefällt mir gar nicht.

Wenn die D20 schon da gewesen wäre, dann glaube ich, hätte ich die Objektive verkauft und mit dannn vielleicht 2 gute Objektive von Canon geholt. Naja, ich werde es wohl überleben, und trotzdem ist die D70 eine tolle Kamera, die nur richtig bedient werden will. POint and shoot funktioniert nur bedingt.
Ach ja, wenn du dir das vr 24-120 kaufen solltest, wäre ich an deine Erfahrung interessiert. Aber darüber habe ich eigentlich nur schlechtes gehört.

viele Grüße

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Andyby1960
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BeitragVerfasst: 22.09.2004, 15:28 
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Hallo andyby1960,

danke für den detaillierten Überblick!

Ich werde mal über die fotokina schlenkern und mich vor Ort informieren, besonders, was die von vielen erwartete Fuji S3 betrifft.
Sollte die im Profi-Preisbereich sein, werde ich die Entscheidung zwischen D70 und der 20D treffen, wobei die Canon wohl in die erste Wahl käme.
Meine Nikon-Sachen müssen dann evtl. den Weg über Inzahlungnahme beim Kauf, über Foren oder...wenns nun gar nicht klappen wird, über ebay nehmen.
Ich glaube auch, daß ich mit 2 Zoomobjektiven evtl. auskommen werde.
Ich denke dabei an das vr 24-120 oder auch das 18-125 von Sigma.Dazu muß noch ein Tele kommen z.B. vR 80-400 von Nikon (oder auch Sigma)
oder die Sigma-Brumme 50-500. Später vielleicht nochmal ein richtiges Weitwinkel um die 12mm.
Mal sehen...!

freundlicher Gruß!
diethard


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