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 Betreff des Beitrags: Noch ein Erfahrungsbericht zur D2x
BeitragVerfasst: 29.03.2005, 00:50 
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Da ich das Glück hatte, recht früh eine D2x zu bekommen, möchte ich für alle noch Unentschlossenen einige Erfahrungen aufschreiben, die ich den ersten Wochen mit der neuen Kamera gemacht habe.

Zunächst der Disclaimer: Dies ist kein Testbericht, sondern ein Erfahrungsbericht. Tests unter standardisierten Bedingungen können Andere sehr viel besser als ich, zum Beispiel "Herr Douglas" unter http://www.hmmontana.de/test2/index6.htm . Aber ich kann vielleicht ein paar Erfahrungen weitergeben, wie die D2x wirkt, wenn man nur mit JPG arbeitet (für Raw bin ich einfach zu ungeduldig) und wenn man eher "sanft" und emotional fotografiert, also wenig dokumentarisch und ohne Bedarf an Dauerfeuer, wie es z.B. Sportfotografen brauchen.

Die Bedienung
Ich hatte zuvor eine Fuji S1 und eine D1x. Erstere fand ich von der Bedienung her klasse, zweitere eher mäßig. Das war für mich einer der Hauptgründe, weshalb ich so schnell wie möglich eine D2x haben wollte, denn die Macken der D1x haben mich rasend gemacht. Kein guter Grund, 5 KEUR zu investieren, aber einer, der hohe Erwartungen weckt. Sie wurden nicht erfüllt. Sondern übertroffen. Die D2x ist von der Bedienung her wieder eine echte Nikon, so wie ich diese Firma von der F3 und er FE her kenne. Sie wirkt nicht wie ein technisches Gerät, sondern wie eine Verschmelzung mit dem eigenen Körper: Alles ist intuitiv zu erreichen, jedes Ärgernis ist verschwunden, vieles Geniale ist hinzugekommen. Der manuelle Weißabgleich ist mit einem Knopfdruck setzbar, der AF-On-Knopf ist auch im Hochformat ohne Probleme drückbar, die neue Funktionstaste ist ein Geschenk der Götter, die Auflösung ist ohne Menügewurstel umschaltbar, die Sprachnotizen sind eine Errungenschaft, die Auslösepriorität geht jetzt auch bei AF-S usw. usf. Eine einzige Verschlechterung habe ich gefunden: Die AF-On-Taste hat nicht mehr die Noppen wie bei der D1x, sodass man sie mit dem Daumen nicht erfühlen kann. Ansonsten ist die Bedienung eine klare Note eins.

Der automatische Weißabgleich
Natürlich will man mit der Kamera auch Fotos machen. Es betrübt mich zu sagen, dass dies schon im ersten Anlauf zu einer Enttäuschung führt: Der automatische Weißabgleich liegt oft daneben. Genauer gesagt, er ist schlecht bei homogener Beleuchtung, also z.B. blauem Himmel mit oder ohne Sonne, Kunstlicht, Neonröhren usw. Oft kann man den Fehler durch Feinkorrektur beheben, aber das widerspricht ein wenig der Idee einer Automatik, zumal die Richtung nicht immer dieselbe ist. Bei Kunstlicht wird es zu rot, bei Himmel zu blau. Für JPG-Fotografen ist das ziemlich ärgerlich, umso mehr, als die Fuji S1 hier deutlich besseres geleistet hat. Ich habe mir zur Sicherheit noch mal meine alten Bilder angesehen: Obwohl ich damals nie irgend etwas korrigiert habe, sind die Farben eindeutig besser.

Ich klassifiziere das im Jahr 2005 beim Flaggschiff der Firma Nikon mal als peinlich, aber zum Glück gibt es auch eine gute Nachricht: Die Automatik funktioniert bei Mischlicht erstaunlich gut. Je komplizierter das Licht (also etwa Glühlampen, Neonröhren und wechselndes Tageslicht gemischt) desto besser schneidet die Automatik ab. Das versöhnt mich wieder etwas, denn bei eindeutigen Lichtquellen kann man ja recht leicht manuell einstellen, bei Mischlicht wäre das schwieriger. Also besser so als andersherum. Wo der Weißabgleich völlig versagt (manuell oder automatisch), das ist bei einer bordellähnlichen Beleuchtung, wie sie z.B. in plüschigen Hotel-Sitzungsräumen herrscht. Hier kann man mit keiner Einstellung der Farbstich korrigieren. Ich habe mir beholfen, indem ich am Ende etwas blau und etwas grün hineingemischt habe, aber ob die entstehenden bunten Bildchen jedermanns Sache sind, wage ich zu bezweifeln. - Das gibt dann die Note zwei minus für den Weißabgleich.

ISO-Rauschen
Das eigentliche Desaster kommt hier. Ein Bild bei 1600 ISO und Beleuchtung durch Energiesparlampen führte zu so starkem Rauschen, dass ich erst dachte, ich hätte vielleicht eine Vorab-Version mit alter Firmware bekommen. Dann dachte ich, der Monitor sei so schlecht (ist er aber nicht, im Gegenteil: er ist hervorragend). Dann dachte ich, dass es ohne Schärfung vielleicht verschwindet. Dann, dass ich die Rauschunterdrückung nicht verstanden habe. Dann dachte ich, ich müsse die Kamera zurückgeben und zu Canon wechseln.

Trotzdem brachte ich es nicht übers Herz, bei einer Veranstaltung mit der alten D1x zu fotografieren, und ging einfach das Risiko ein. Resultat: verrauscht, wennauch nicht so stark wie die ersten Testbilder. Das war der Punkt, an dem ich die bisher erschienen Testbericht mal etwas genauer analysierte. Einige Zitate:

Zitat:
Es ist wirklich erstaunlich, was die Kamera bei immerhin 12,4 Megapixeln in Bezug auf das Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten leistet; die D2X überzeugt – mich jedenfalls – auch bei 1600 ISO.
(Max Douglas in http://www.hmmontana.de/test2/index6.htm – ich lese hier jetzt etwas Anderes heraus als beim ersten Lesen, nämlich zwei Einschränkungen.)

Zitat:
Comparing the grain quality of the Nikon D70 and the Nikon D2X (ISO value for ISO value), we found that the Nikon D2X did not handle noise as well as its budget counterpart (which is most probably due to the two-fold increase in the number of pixels on the image sensor). It is good to note, however, that Nikon has considered this issue and provided a High ISO Noise Reduction feature that was effective in suppressing noise at the higher ISO values.
( http://www.hardwarezone.com/articles/vi ... d=15&pg=19 – sieh an: an keiner anderen Stelle im Test wurde aufs Rauschen eingegangen, aber diese Stelle ist wohl deutlich genug.)

Zitat:
For some strange reason, inscrutable in a true Oriental fashion, photographers (or more likely, gearheads masquerading as photographers) have become obsessed with "noise" at astronomically high ISO speeds, even if these are outside the approved camera settings.
( http://www.naturfotograf.com/D2X_rev03.html#top_page – soso: hier wird der 1600er Wert einfach als "nicht freigegeben" klassifiziert, und dann als unnötig eingestuft).

Mit einem Wort: Die Kamera macht das, was alle befürchtet haben: sie rauscht. Komischerweise bei bestimmten Lichtquellen stärker als bei anderen. Bei Tageslicht z.B. verschwindet das Rauschen fast ganz, bei Energiesparlampen ist es am stärksten. Des Rätsels Lösung findet man bei einem Blick in die Farbkanäle: Während bei der D1x alle Kanäle etwa das gleiche Rauschen haben, ist es hier fast nur im Blaukanal vorhanden, aber dort richtig stark. Mir scheint, dass die Rauschunterdrückung so programmiert ist, dass sie bei den meisten spektralen Zusammensetzungen diesen Effekt herausrechnet, bei einigen aber eben nicht. Im Resultat entstehen gelbliche Flecken, die zu Klumpeninseln zusammengeballt das Bild regelrecht entstellen. Bei anderem rötlichem Licht ist das Rauschen zwar auch deutlich sichtbar, aber nicht so störend. Manchmal wirkt es sogar ganz angenehm, weil es wegen der hohen Auflösung sehr fein wird und dann schon wieder als ein Effekt eingesetzt werden kann. Und manchmal macht es auch gar nicht so viel, weil es bei höheren Kompressionsstufen oder bei einer Verkleinerung des Bildes – eben wegen der Feinheit – einfach wieder verschwindet.

Fazit: Das Rauschen ist viel stärker als die ersten Testberichte vermuten ließen. Aber ich glaube hier eher an die Resultate auf echten Bildern als an standardisierte Testbedingungen. Der arme Herr, der den ersten Rauschvergleich zwischen der 20D und der D2x ins Netz gestellt hatte, wurde zwar wegen seiner falschen Testmethoden angegriffen und hat daraufhin den Artikel vom Netz genommen; die Schlussfolgerung hat er aber aufrecht erhalten, und ich schließe mich ihm an. Ich bin sicher, dass bei Sportfotografen, die ja oft bei sehr schlechtem Licht arbeiten müssen, der große Katzenjammer ausbrechen wird.

Note fürs Rauschen: Leider nur eine drei plus. Das ist wohl der Preis für den kleinen Sensor.

Bildqualität
Setzt man die Empfindlichkeit auf die "freigegebenen" Werte von – sagen wir mal – 200, dann ist das Resultat über jeden Zweifel erhaben. Die Farbverläufe sind sanft und fein, der Dynamikumfang ist sagenhaft und die Auflösung gibt einem die Reserven, die man bei der digitalen Fotografie immer vermisst hat. Die D1x kam mir immer vor wie ein untermotorisiertes Auto, die D2x ist dagegen ein Sechszylinder. Das Beste aber ist die Belichtungssteuerung. Während ich bisher die Matrixmessung eher als Marketing-Gag eingestuft habe, funktioniert sie hier richtig. Ein Blick aufs Histogramm zeigt fast immer, dass es genau in der Mitte liegt und den gesamten Bereich sinnvoll ausnutzt. Die Kamera scheint manchmal geradezu Gedanken lesen zu können und belichtet genau auf die motivwichtigen Bildteile. Keine Ahnung, wie sie das macht, ich vermute, es liegt an der Farbauswertung. Jedenfalls funktioniert es sagenhaft.

Ich bin mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob der Kontrastumfang wirklich größer ist als bei der D1x, oder ob es nur an der besseren Belichtungssteuerung liegt. Aber es funktioniert, und das ist das Wichtigste. Auch der Kurvendurchhang bei der Gradationskurve ist endlich weg, und man kann sogar wieder ohne ausgebrannte Lichter fotografieren, auch ohne sich mit Firewire-Anschlüssen und nichtlinearer Korrektur beschäftigen zu müssen.

Die Note hier fällt leicht: eine eins.

Sonstiges
Ein Feature muss unbedingt erwähnt werden: das Auslösegeräusch. Es ist so auffällig, dass ich mehrfach von völlig unbeteiligten Personen darauf angesprochen wurde. Es ist nicht besonders laut, sondern einfach nur besonders. Es mag irrational sein, aber mir ist so etwas ungeheuer wichtig. Das fällt in die gleiche Kategorie wie die Festigkeit einer Zigarre oder das Schließgeräusch der Tür bei einem Sportwagen. Es ist die ideale Ergänzung zum haptischen Erlebnis der gesamten Kamera. Seltsamerweise ist dies ein Bereich, bei dem kein anderer Kamerahersteller (von Leica mal abgesehen) irgendetwas Vernünftiges zustande bringt.

Und dann ist mir ganz im Nebenbei noch etwas aufgefallen: Fast kein Bild ist unscharf. Das hätte ich fast nicht bemerkt, weil es so selbstverständlich wirkt. Ist es aber nicht. Mit der Fuji hatte ich immer das Gefühl den Ereignissen hinterher zu hinken, bei der D1x war der Ausschuss geringer, aber immer noch da. Bei der D2x gibt es diese Effekte nicht mehr. Man kann ganz ruhig abdrücken, und das Bild ist scharf und richtig belichtet. Einmal drücken reicht.

Ach ja, die Stromversorgung. Bei mir hält eine Akku-Ladung knapp 1000 Bilder. Das ist weniger als versprochen, aber erst mal genug. Ärgerlich bleibt jedoch, dass wieder mal ein proprietärer Akku verwendet wird, der auch noch ein eigenes Netzteil braucht. Und als ob das nicht genug wäre, kann man den Spiegel nicht in die Wartungsposition bringen, solange das Netzteil nicht angeschlossen ist. Dieses wiederum muss man extra kaufen, und das Netzteil der D1x passt nicht. So viel zum Thema Investitionssicherheit und Reisetauglichkeit. Eigentlich müsste man hierfür in der Gesamtwertung noch eine Drittelnote abziehen, aber da bin ich mal nicht so.

Mache ich jetzt bessere Bilder?

Seltsamerweise ja. Wenn ich die Bilder der letzten beiden Wochen ansehe, dann sehen sie teilweise so aus, als wären sie von wem anders gemacht, der viel besser fotografieren kann als ich. Bilder, die ich im Kopf hatte, sind auf einmal auf dem Bildschirm. Vielleicht liegt das an den Reserven in der Auflösung oder im Kontrastumfang, wahrscheinlich liegt es aber daran, dass ich keine Energie mehr aufwenden muss, um die Kamera zu bedienen. Ich entdecke immer öfter, dass ich das Gerät einfach vergesse und nur noch das Bild sehe, nicht mehr den Weg dahin. Das ist mir nach vielen Tausend Aufnahmen mit der D1x nicht gelungen. Wo ich früher fünfmal abgedrückt habe, aus Angst, den richtigen Moment zu verpassen (und ihn dann doch verpasst habe), mache ich es jetzt nur noch einmal und treffe.

Fazit
Die D2x bekommt von mir eine eins minus. Das Minus, weil Nikon dringend den Weißabgleich überarbeiten sollte und weil sie bei hohen ISO-Werten rauscht. Die Eins, weil die Kamera die erste digitale Kamera ist, die mich wieder über Bilder nachdenken lässt und nicht über Technik.

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BeitragVerfasst: 29.03.2005, 02:08 
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Hi, danke für deinen Bericht, er kommt mir - nach meinen bisherigen Eindrücken - sehr objektiv vor. Vor allem Deine Bemerkungen zum Rauschen bestätigen exakt meine Eindrücke (aus den vielen Beispielbildern im Internet). Wie würdest du denn das Rauschverhalten bei ISO 400 beurteilen? Ich frage, weil ISO 400 die Empfindlichkeit ist, die ich relativ häufig mit der Fuji verwende, da man sie bei schattigem Licht außen einfach oft braucht und weil sie auf der Fuji ohne nennenswerte Qualitätseinbußen verwendet werden kann. Macht die D2x da automatisch Rauschunterdrückung und wenn ja, wie stark sind die Detailverluste?
Alles andere wird sich wohl genau so verhalten wie du sagst, sprich, eine sehr gute Kamera.
Für eine ISO 100-200 Kamera (bei hoher Qualität) wäre sie mir jedoch zu teuer, da für mich die Bildqualität Priorität vor der Geschwindigkeit und Ergonomie hat (ich fotografiere auch keinen Sport).

Grüße,

Bernhard


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BeitragVerfasst: 29.03.2005, 07:34 
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Die Rauschunterdrückung der D2x setzt (so weit ich es im Kopf habe) erst bei ISO Werten > 400 ein. Aber die Ergebnisse sind auch ohne Rauschunterdrückung sehr gut.

Im Übrigen wird es ein Firmware-Update geben, das in Sachen Rauschen noch mal etwas draufsetzt. Hier lässt sich offensichtlich via Software noch einiges machen.

Gruß
Roland


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BeitragVerfasst: 29.03.2005, 07:54 
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Nachdem meine D2X am Samstag auch endlich ankam, habe ich als erstes mal einen kurzen Rausch-Vergleich mit der D2H gemacht:
OHNE Rauschunterdrückung ist das Rauschverhalten pro Pixel (also jeweils 100% Ansicht) etwa vergleichbar. In der Praxis gewinnt die D2X dann durch die Pixelzahl: Wenn ich die D2H Bilder auf 12MP hochrechne, ist das Rauschen natürlich viel stärker als bei der D2X.

Ein Problem, das ich bei der D2H schon hatte besteht auch bei der D2X, alllerdings durch die hohe Pixelzahl ebenfalls abgeschwächt. Bei gleimässigen dunkelgrauen Flächen entstehen (bei höheren ISO) so eine Art Farb-Wolken, sieht mitunter richtig bescheiden aus. Falls der Effekt hier nicht bekannt ist, stelle ich mal ein Bild ins Netz. - Wodurch entsteht das eigentlich? (Tageslicht wohlgemerkt!)

Gruß
Manfred


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BeitragVerfasst: 29.03.2005, 08:41 
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@ManfredG: Diese "Farbwolken" habe ich bei der D2x auch kennengelernt. Mir sind sie allerdings nur bei recht dunklen Flächen aufgefallen, die etwas in Bläuliche gehen (also z.B. blaues, dunkles Tageslicht als Hintergrund zu Kunstlicht), bei dunklem Beton ist das Rauschen dagegen homogen. Meine Vermutung ist, dass dies wiederum am Blaukanal liegt und ein Artefakt des Rauschunterdrückungsalgorithmus ist.

Die Rauschunterdrückung wird laut Bedienungsanleitung automatisch für Hi-1 und Hi-2 aktiviert und kann im Custom-Menü verstärkt werden. Ich kann aber keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Custom-Einstellungen gesehen, sodass ich eher annehme, dass die Rauschunterdrückung immer voll aktiviert ist. Ich meine mich zu erinnern, dass Max Douglas das in seinem Bericht auch so geschrieben hat. Das war möglicherweise noch eine der Last-Minute-Änderungen.

@Bernhard S.: Die Rauschunterdrückung kann man für 400 bis 800 ASA in zwei Stufen zuschalten. Ich habe es jetzt einfach auf volle Kraft gestellt, und damit sind die Ergebnisse bei beiden Empfindlichkeiten der Fuji ebenbürtig, von der Wirkung her allerdings etwas anders. Bei Tageslicht sehe ich nur noch bei ganz großen Vergrößerungen Ansätze von Rauschen in Übergangsbereichen von Farben, das aber sehr fein ist und nicht diese unangenehme Wolkenbildung hat. Durch die hohe Auflösung leidet auch das Detailreichtum in keinster Weise, sodass ich gar nicht mehr viel ohne Rauschunterdrückung probiert habe. - Bei Kunstlicht wird bei 800 ASA das Rauschen allerdings schon öfters sichtbar und ist dann stärker als bei der Fuji, bei 400 ist es dagegen kein Problem.

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BeitragVerfasst: 29.03.2005, 09:35 
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Mit Rauschunterdrückung hat der von mir gemeinte Effekt sicher nichts zu tun. (Da er a) auch bei der D2H sichtbar ist und b) diese eh nicht an war.)

Hier ein kleiner 100% Ausschnitt auf der D2H: (Graukarte)
http://www.foto-grebler.de/D2H-800.jpg
Der Effekt ist hier überdeutlich, da es sich um eine sehr dunkle Aufnahme handelt, die zwecks Vedeutlichung +1EV augehellt wurde

Bei 99% aller Motive vermutlich wenig relevant. Aber mit schwarzen oder grauen Sakkos hatte ich da schon richtig Ärger damit..
Das kann halt auch keine NR der Welt korrigieren. Habe in Einzelfällen dann schon in PS mit der Brutalmethode (Stempel bei 50%) die Fläche einfach verwischt.... (Farbe rausnehmen ist eine andere Methode.)

Gruß
Manfred


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BeitragVerfasst: 29.03.2005, 10:15 
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Aha, das ist das, was ich oben als "gelbliche Flecken, die zu Klumpeninseln zusammengeballt das Bild regelrecht entstellen" bezeichnet habe. Seltsamerweise sind sie bei dir eher rötlich, bei mir eher gelb, aber ansonsten sieht es genauso aus.

Wenn das bei der D2h auch auftritt, dann kann es ja wohl doch nicht die Rauschunterdrückung sein (bei der D2x hätte man das nicht herausfinden können, denn die Rauschunterdrückung kann man ja dort bei hohen ISO-Werten nicht aussachlten). Würde mich auch mal interessieren, ob da jemand eine weitere Idee hat, woran das liegen kann.

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BeitragVerfasst: 29.03.2005, 10:27 
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Hi, nach meiner Meinung ist das einfach relativ deutliches Rauschen, so wie man es aus diversen Beispielen kennt. Also keine Artefakte durch Rauschunterdrückung, sondern eben das, was nicht weg ging.

Die Art des Rauschens in diversen Kameras unterscheidet sich allerdings deutlich. Das gezeigte der D2x ist nicht allzu schön, das der Fuji S3 (das glücklicherweise nicht allzustark ist) gewinnt auch keinen Schönheitspreis, das bei Canons neuen Kameras (ich habe nur die 20d selber getestet) sieht vergleichsweise aus wie sehr feines Filmkorn. Nicht störend.

Gruß, Bernhard


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BeitragVerfasst: 30.03.2005, 21:16 
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Hi,
dumme Frage des Tages:
Habt ihr das gleiche Phänomen auch mit der RAW Einstellung?

ciao
Marc


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BeitragVerfasst: 30.03.2005, 21:20 
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Das kann ich dir nicht sagen - ich habe noch nie in meinem Leben RAW benutzt. Vielleicht ist das dumm von mir, aber ich mag dieses Format genauso wenig wie Negativfilme.

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cepepe hat geschrieben:
Habt ihr das gleiche Phänomen auch mit der RAW Einstellung?

Ja, macht keinen Unterschied. (Ich benutze fast nur RAW.)

Gruß
Manfred


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BeitragVerfasst: 31.03.2005, 10:03 
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das alte Lied vom Rauschen. Zeigt mir nur das kein Hersteller die Gesetze der Physik biegen kann. 12800 Iso ohne Rauschen wird es wohl nie geben. Vielleicht könnten die Lampenhersteller für Hallenbeleuchtungen mal blendfreie Tageslichtlampen erfinden... . Ich freue mich jedenfalls dass ich seit 2 Wochen eine Kamera besitze die das zur Zeit technisch machbare repräsentiert. Und das in begeisternder Weise. Natürlich muß ich als Wissenschaftler nicht an die Iso-grenzen. Aber ich sehe das was noch nicht realisierbar ist nicht als Schwäche an. Für mich ist die D2x ne Wucht und ich glaube dass ich nach jahrelanger Jagd nach neuen Modellen (D100, D70, D2h) mein Arbeitspferd gefunden habe.
Grüsse aus Regensburg,
Markus


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BeitragVerfasst: 31.03.2005, 10:16 
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Markus, dem stimme ich voll und ganz zu. Ich habe jetzt die F5 in digital. Gruß Ingo

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Also ich habe beide Kameras (D2H und D2X) oft bei wirklich sehr schlechten Lichtverhältnissen (Halle, Fußballplatz bei Flutlicht) im Einsatz und kann in jedem Fall bestätigen, dass die D2X in punkto Rauschen die D2H um Längen schlägt. Ob es nun am integrierten Rauschunterdrückungstool liegt oder am Cmos Sensor weiß ich nicht.

Fakt ist jedoch das in jedem Fall bessere Rauschverhalten der D2X !!

Situationen, die bisher aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse mit der D2H praktisch unmöglich zu bewältigen waren, sind plötzlich mit der D2X möglich - wichtig ist auch bei der D2X bei höheren ISO-Werten nicht unterzubelichten - das Dunkelrauschen ist nach wie vor das größte Problem.
Besser Hi2 einstellen und korrekt belichtete Aufnahmen produzieren - als Hi1 und unterbelichtete - diese nachträglich aufgehellt, sehen in jedem Fall schrecklich aus.

Bei niedrigen ISO-Zahlen liefert die D2X ohnehin eine für mich bisher nicht gekannte Qualität und ist somit über jeden Zweifel erhaben.

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Walter Luger

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BeitragVerfasst: 31.03.2005, 16:30 
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... und auch der weiter oben als Manko bezeichnete automatische Weißabgleich funktioniert bei mir einwandfrei, sowohl bei homogenen Flächen als auch in Mischlichtsitutionen ...

Gruß
Ludwig

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