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BeitragVerfasst: 10.07.2005, 02:10 
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Hallo, nachdem ich seit 2 Jahren mit Fuji (erst S2 seit 2005 dann S3) fotografiere, habe ich mir von Freitag bis Sonntag bei einem Berliner Verleih die D2x geliehen, um mir jenseits von "Web samples" und Testberichten einen eigenen Eindruck zu bilden.

Hier meine Eindrücke nach den ersten 1 1/4 Tagen.

Sehr positiv hat mich überrascht:
1. Das Rauschverhalten. Ich weiß nicht, was diverse Leute mit der Kamera gemacht haben, aber ich habe bis ISO 800 - und zum Test in der WOhnung auch mal ISO 1600 fotografiert. Bis ISO 500 würde ich das in den dunkleren Bereichen wahrnehmbare Rauschen als "gar kein Thema" bezeichnen, umso mehr, als dass es eine angenehm filmkörnigen Look hat und nicht so "matschig/ fleckig" aussieht wie das, das sich teilweise bei anderen Kameras zeigt. Ich habe in der Kamera Rauschunterdrückung stets ganz abgeschaltet.
Selbst bei ISO 1600 finde ich es in Ordnung - stärker wahrnehmbar, aber nicht hässlich. Allzuweit hinkt Nikon hier nicht hinter Canon her - vielleicht eine knappe Blende.
2. Gewicht und Gehäuse: Kamera ist leichter als ich dachte, mit meinem Normalobjektiv (Tamron 28-75) ganz ok, mit dem 70-200 ist es allerdings ein schwerer Klotz, der auf Dauer auf die Handgelenke geht.
Zur Bedienbarkeit braucht man nicht viel zu sagen, es ist ein typischer Nikon- body, ich habe alles schnell gefunden. Ein Gehäuse ist allerdings prinzipiell nix, was mich zur Begeisterung bringt. Der AF ist schnell, und produzierte bei mir (mit dem 70-200) scharfe Bilder, wo das mit der S3 sicher nur zufällig geklappt hätte. Für schnell bewegte Sachen ist er einfach tendentiell zu langsam.

Die Kamera ist sehr laut - der Spiegelschlag macht im Vergleich mit allem, was ich bisher hatte, einen Höllenlärm. Gefällt mir nicht so...

Zur Bildqualität:
1. Rauschen siehe oben.
2. Auflösung - genau das, was man sich von einer hochauflösenden erwartet. Die S3 (und vorher die S2) gibt ja in ihrer Basisauflösung ebenfalls 12MP aus - die files der D2x sind natürlich schärfer. Wobei ich sagen muss, dass mich die Auflösung an sich nicht so wahnsinnig beeindruckt hat. Eher, dass die files auch recht sauber und ohne Artefakte sind. Alles scheint sehr klar und sauber.
3. Dynamikumfang: Aha. Ich wusste kaum mehr, wie ausgefressene Lichter aussehen. Jetzt schon! Im Verbund mit CA nicht so ansehnlich. Histogramme, die an beiden Seiten clippen. Da kommt Erinnerung an meine Photoshop- Sessions mit den Bildern der S2 auf.
Seit der S3 gehört das zu 80-90% der Vergangenheit an. Der Gesamtlook der S3- Bilder ist insgesamt viel natürlicher, die D2x hat - bedingt durch den geringeren Kontrastumfang einen (zu) hohen Kontrast, das sieht teilweise gut aus, aber man muss eben permanent auf die Lichter und Schatten aufpassen. Und ja, ich habe den Kontrast in der Kamera auf minus gestellt, und sowohl in RAW als auch JPEG aufgenommen.

Alles andere lasse ich weg, da die Eigenschaften des Gehäuses, die Bildfolge usw usw. mich eher kalt lassen, ich brauche das nicht, und das wird ja in jedem Test beschrieben.

Mein vorläufiges Fazit:

Eine ziemlich gute Kamera für viel Geld und einigen Schwächen.

Mir gefällt das Rauschverhalten - die D2x ist bis ISO 800 anders als die S3, aber nicht wirklich schlechter. Nur weil das Rauschen bei Fuji rausgematscht wird, ist es ja nicht besser. Der AF trifft fast immer, die Bilder sind sehr detailreich und sauber.

Nicht so gut gefallen mir die Farben, die sind bei Fuji für mein Empfinden besser. Am meisten stört mich aber der für meinen Geschmack zu kleine Kontrastumfang (Dynamikumfang) und das Ausfressen der Lichter - besonders bei Naturaufnahmen stört das. Ach ja, die Bilder lassen sich auch nicht so schön in SW umwandeln (anderes Farbspektrum als das der Fuji), aber das kann natürlich an der mangelnden Erfahrung liegen.

Ich hab noch morgen (So) Zeit, die Kamera zu probieren, ich denke aber nicht, dass ich sie mir kaufe - die nächste Kamera, für die ich Geld hinlege, sollte das Problem des Dynamikumfangs zumindest annähernd so gut lösen wie die S3, die ich v.a. aus diesem Grunde gekauft habe. Ihre Schwächen ertrage ich solange stoisch und akzeptiere sie als Preis für das Vergnügen des tollen Dynamikumfangs.

Eine Kamera mit sehr hoher Auflösung und sauberen files hätte ich freilich doch gerne.

Ok, es wurde doch etwas länger, wenn mir noch was einfällt, liefere ich es nach.

Schöne Grüße,

Bernhard


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BeitragVerfasst: 10.07.2005, 10:01 
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Schon gewagt, CMOS in Punkto Dynamikumfang mit CCD vergleichen zu wollen.

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BeitragVerfasst: 10.07.2005, 10:24 
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gs hat geschrieben:
Schon gewagt, CMOS in Punkto Dynamikumfang mit CCD vergleichen zu wollen.

Das geht in zweierlei Hinsicht an der Sache vorbei:
1. Der Dynamikumfang der S3 hat nichts mit CCD an sich zu tun, sondern damit, dass die Fuji 2 verschiedene Pixel - für dunklere Bereiche und für die Lichter - kombiniert. Um den Preis eines etwas höheren Rauschens als die S2.
2. Die Canon 1d Mark II und 1ds Mark II verwenden einen cmos und der Dynamikumfang ist dort recht nahe an dem der Fuji S3. Bei der 1ds Mk II vermutlich kein großer Unterschied. Die kostet nur knapp 8000 Euro und ist überdies kaum zu bekommen.
Bei der D2x dürften die Probleme mit dem Kontrastumfang eher an den relativ kleinen Pixeln liegen. Nicht umsonst haben die MIttelformatrückteile mit ihren riesigen Sensoren den besten Dynamikumfang.


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 Betreff des Beitrags: Wo kann man die leihen?
BeitragVerfasst: 10.07.2005, 12:18 
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Hallo Bernhard,

fand Deinen Bericht schon recht interessant. Bei welchem Anbieter und zu welchem Preis konntest Du denn Die D2x leihen?

Würde ich nämlich auch ganz gerne machen, mein Schwerpunkt ist allerdings Sport und da kommt es mir ja vor allem auf den AF an.

mfg
Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kann man die leihen?
BeitragVerfasst: 10.07.2005, 12:31 
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76er hat geschrieben:
Bei welchem Anbieter und zu welchem Preis konntest Du denn Die D2x leihen?

Würde ich nämlich auch ganz gerne machen, mein Schwerpunkt ist allerdings Sport und da kommt es mir ja vor allem auf den AF an.


Hi, bei Wüstefeld in Berlin. Kostet pro Wochenende (Freitag Nachmittag bis Montag Vormittag) so um die 200.-

Für mich hat es sich schon gelohnt, ohne konkrete Erfahrung bleibt immer dieses diffuse "ich will haben" Gefühl. Wenn man das Ding dann wirklich benutzt, stellt man schnell fest, was davon nur Hirngespinste sind ("wenn ich erst eine ....- Kamera hätte, dann....") und was man sich konkret erwarten kann. Das kann einem unter Umständen viel Geld ersparen.

In Bezug auf Sport: Auch der schnelle Gebrauch einer D2x will erlernt sein, und der AF findet das Objekt nicht von selber, aber die Trefferquote war von Anfang an deutlich höher als bei meiner S3, wo bei schnellen Objekten und langer Brennweite eher das Zufallsprinzip herrscht.

Gruß, Bernhard


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BeitragVerfasst: 10.07.2005, 12:42 
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Hi Bernhard,
Danke für die schnelle Antwort!

Na klar findet der AF das Objekt nicht von allein, aber genau um den Vergleich mit den vorhandenen Bodys geht es ja.

Habe aus der Situation heraus seit 2003 mit der S2 Fußball machen müssen und kann bestätigen, dass das schon recht schwierig ist. Hab dann mal ne D70 probiert und gleich behalten. Die bringt da wesentlich mehr verwertbare BIlder infolge des schnelleren und genaueren AF. Dennoch nehme ich für Porträts und weniger bewegte Objekte immer noch lieber die S2.

Na ich werde mal denn mal zu Wüstefeld gehen und ein Wochenende klar machen.

mfg
Stefan


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BeitragVerfasst: 10.07.2005, 13:03 
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76er hat geschrieben:
Habe aus der Situation heraus seit 2003 mit der S2 Fußball machen müssen und kann bestätigen, dass das schon recht schwierig ist.(...)
Na ich werde mal denn mal zu Wüstefeld gehen und ein Wochenende klar machen.


Prinzipiell ist das natürlcih richtig, aber wenn man die Fotos von Martin Crespo ansieht, kann man staunend sehen, was mit einer S2 und sog. Amateur- Objektiven möglich ist:
http://foto-arte.com/galeria/pj/index.html

Alles Galerien sind höchst betrachtenswert, aber in dieser hier sind einige Sportbilder, die zum besten im genre gehören, das ich je gesehen habe. Der Fotograf - ein Südamerikaner - hat nicht genug Geld, sich eine andere Kamera zu kaufen, obwohl die ganze Stadt voll mit Plakaten von ihm hängt - 3. Welt halt...
Da bestätigt sich mal wieder die alte Wahrheit, dass der Fotograf die Bilder macht. Es soll ja Zeiten gegeben haben, wo Fotos ohne AF entstanden :-)

Was Wüstefeld betrifft: Termin besser per Telefon vereinbaren, und am besten gegen Ende eines Monats fürs den nächsten Monat. Der Planer macht seinen Plan scheinbar immer am Anfang des Monats , nicht vorher. Als ich beim ersten Mal anrief (Anfang Juni), was die D2x für den Rest des Monats lückenlos ausgebucht.

So und jetzt geh ich nochmal D2x- Knipsen :-)

Gruß, Bernhard


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BeitragVerfasst: 10.07.2005, 19:58 
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Bernhard S. hat geschrieben:
gs hat geschrieben:
Schon gewagt, CMOS in Punkto Dynamikumfang mit CCD vergleichen zu wollen.

Das geht in zweierlei Hinsicht an der Sache vorbei:
1. Der Dynamikumfang der S3 hat nichts mit CCD an sich zu tun, sondern damit, dass die Fuji 2 verschiedene Pixel - für dunklere Bereiche und für die Lichter - kombiniert. Um den Preis eines etwas höheren Rauschens als die S2.
2. Die Canon 1d Mark II und 1ds Mark II verwenden einen cmos und der Dynamikumfang ist dort recht nahe an dem der Fuji S3. Bei der 1ds Mk II vermutlich kein großer Unterschied. Die kostet nur knapp 8000 Euro und ist überdies kaum zu bekommen.
Bei der D2x dürften die Probleme mit dem Kontrastumfang eher an den relativ kleinen Pixeln liegen. Nicht umsonst haben die MIttelformatrückteile mit ihren riesigen Sensoren den besten Dynamikumfang.


CMOS bietet aus technischen Gründen weniger DR als CCD. Egal, ob nun D2X oder 1ds MK II, die S3 bietet fast 2 Stufen mehr, während die S2 etwa die Strecke teilt.

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BeitragVerfasst: 11.07.2005, 01:23 
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Danke Bernhard,

für deinen Bericht. ich bin in der selben lage wie Du, S2 und S3 Anhänger. Und dann ein Wochenende D2x. Meine Erfahrungen sind ähnlich wie Deine.
Ich habe die D2x bei einer Hochzeit und beim Fussball getestet. Bei der Hochzeit war ich froh die S3 zu haben. Sicher muss man sich an die D2x gewöhnen und lernen wie sie in allen Lagen am besten zu handhaben ist. Aber ich sehe das genauso wie Du. Warten auf die nächste Generation. Das Geld das ich bei der D2x ausgeben würde gebe ich lieber für 2-3 neue Objektive aus.

CU

Carlos


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BeitragVerfasst: 11.07.2005, 08:58 
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thefog hat geschrieben:
Aber ich sehe das genauso wie Du. Warten auf die nächste Generation. Das Geld das ich bei der D2x ausgeben würde gebe ich lieber für 2-3 neue Objektive aus.


Auf die nächste (Profi) Nikon Generation zu warten dauert mir vermutlich zu lange, von Fuji ganz zu schweigen (wenn die *überhaupt* noch eine F-mount DSLR bringen). Ich hätte für meine Indienreise im Herbst gerne ein zweites Gehäuse. Entweder ich kaufe mir eine gebrauchte S2, die dann aber abrauchen könnte (CCD- blackout), oder die gerüchteweise verschiedentlich bemunkelte neue Canon im Spätsommer erfüllt meinen Wunsch nach bezahlbarer hoher Auflösung bei gutem Dynamikumfang. Mit beiden Varianten könnte ich leben.

Schöne Grüße,

Bernhard


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BeitragVerfasst: 11.07.2005, 12:22 
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Hallo Leute,

sicher sind die S2 und die S3 gute Kameras, die hinsichtlich Bildqualität und Dynamikumfang der D2x auch durchaus Paroli bieten können.

Aber in vielerlei Hinsicht können sie gegenüber der D2x nicht bestehen. So z.B. in Sachen Geschwindigkeit (Speichern von Daten, Wiedergabe von Bildern, Autofokus), Akku-Performance, Qualität und Robustheit des Gehäuses etc.

Ich hatte selbst eine S2, mein Schweizer Partner zwei S2 und eine S3. Ich habe fast immer meine D1x bzw. D2x vorgezogen; Christoph verwendet ebenfalls fast ausschließlich die D2x seit er sie hat.

Gruß
Roland


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BeitragVerfasst: 11.07.2005, 12:28 
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Hallo Forum!

Seit zwei Wochen bin ich stolzer Besitzer einer D2x – nachdem ich bei der ersten Profi-DSLR-Serie zu warten beschlossen hatte und mich während dreier Jahre mit einer D100 durchgequält habe. Das ich mich mit dieser semiprofessionellen DSLR «durchgequält» habe, weiss ich aber erst seit der Benutzung einer D2x ;-)

Zwischen der D100 und der D2x sind die Unterschiede gewaltig – bekanntlich nicht nur im Preis! Ich habe viel Sport gemacht mit der D100, verdankenswerterweise schoss sie wenigstens nach dem Zufallsprinzip immer wieder scharfe Aufnahmen, obwohl der Autofokus eigentlich zu lahm ist für Fussball und usw. Wenig auszusetzen habe ich an der D100 in Bezug auf meine Passion Langzeitbelichtungen. Mit dem NR-Job an der Seite gelangen durchaus gute Bilder. Ohne NR waren die Nachtbilder aber eigentlich nicht zu gebrauchen.

Der Wechsel ins höhere Segment war nun fällig. Und die D2x macht gute Arbeit, viel Freude und liegt gut und schwer in der Hand. Der Autofokus ist extrem schnell und liefert durchs Band weg viel schärfere Bilder mit allen meinen Objektiven... für den Preis wohl selbstverständlich, aber die D100 kostete damals auch noch 3000 sFr. (2000 Euro). Nach dreimaligen Austausch bekam ich damals eine D100, die einigermassen scharfe Bilder schoss – und jetzt macht die erste ausgelieferte D2x gleich so scharfe Bilder, dass ich weinen könnte vor Glück, wenn ich nicht so ein nüchterner Mensch wäre ;-)

Ich weiss, dass schon D1x und D1H meist gute Resultate lieferten, ich habe mit beiden zeitweise gearbeitet, wenngleich es am Ende dazu kam, dass ich die D100 der immer verfügbaren D1H vorzog – rein auflösungstechnisch bedingt.

Ich hatte mir nun bei der D2x auch einen weiteren Schritt in Sachen Rauschen bei Langzeitbelichtungen gewünscht, nach den ersten Tests zu schliessen ist er ausgeblieben. Zwar berichten einige Tests von guten Resultaten auch ohne NR-Job, mein Fazit fällt jedoch anders aus – ich werde weiterhin mit NR-Job arbeiten – kost' ja nix ausser Zeit ;-)

Da die Kamera bei mir nicht zwangsläufig fertige Bilder ausspucken muss, und es mir zudem Spass macht, die Raw-Bilder akkurat im «digital darkroom» druckfertig zu machen, bin ich sehr zufrieden mit der D2x. Der «digital darkroom» bietet ja heute vielversprechende Möglichkeiten (natürlich mit entsprechendem Zeitaufwand), den Dynamikumfang eines Bildes zu erhöhen, CS 2 mit HDR sogar eine vollautomatisierte. Klar, nur ein schwacher Trost für solche, die gleich fixfertige Aufnahmen eines Shootings brauchen, für mich aber reichts allemal. Die Jpegs aus meiner D2x sehen aber nach ersten Tests schon sehr gut aus, der Kontrast und die Schärfe werden von mir eh am Computer bestimmt und anschliessend - falls nötig - gebatcht. Wie gesagt: Ich bin mir im Klaren darüber, dass solches Vorgehen für sofort benötigte Dateien nur bedingt zu gebrauchen ist!

Langer Rede kurzer Sinn: Mit der D2x bin ich sehr zufrieden – sie wird die nächsten Jahre hoffentlich gute Dienste leisten, bis ich dannzumal auf die D3x umsteigen werde ;-)

Es grüsst
Carlo


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BeitragVerfasst: 11.07.2005, 12:44 
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Roland L hat geschrieben:
sicher sind die S2 und die S3 gute Kameras, die hinsichtlich Bildqualität und Dynamikumfang der D2x auch durchaus Paroli bieten können.


In Punkto Dynamikumfang mag das stimmen. Was die restliche Bildqualität angeht, habe ich da sehr grosse Zweifel.

Schon in dem Moment, da meine D2H geliefert war, wurde die S2Pro kaum mehr verwendet. AF, Belichtungsmessung, Geschwindigkeit und Blitzbelichtung (selbst mit dem SB-80) funktionierten um Klassen besser als mit der S2Pro. Dazu kamen die grossen RAW-Dateien und lahme Verarbeitungsgewindigkeit der S2, die nicht im Verhältnis zum Zugewinn an Bildqualität stand (im Vergleich zur D2H). Von der Stromversorgung mit den 8 Mignons (mit MB-16) gar nicht zu reden.

Mit der D2x konnte ich die S2Pro nicht direkt vergleichen (da sie für diese in Zahlung ging). Unter ähnlichen Verhältnissen aufgenommene Bilder zeigen aber deutlich mehr Detail bei der D2x.

Die ausgefressenen Lichter sind teilweise ein Problem, das sich durch eine knappere Belichtung aber umgehen lässt (die Sterntaucher mit ihren hellem Bauchgefieder sind so ein kritisches Motiv). Die Dateien der D2x haben i.d.R. genug Spielraum, die dunkleren Bildteile etwas aufzuhellen (ohne zu starkes Rauschen zu produzieren).

Mein Fazit: Keinesfalls wünsche ich mir die S2 zurück, schon gar nicht das F80 basierende Gehäuse. Die D2x spielt alles in allem doch in einer anderen Liga (natürlich auch preislich).

Mein einziger grösserer Kritikpunkt an der D2x ist nach wie vor das lahme Nikon Capture, das ohne Zweifel die beste Qualität aus den RAW-Dateien der D2x holt.

Gruss
Thilo

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BeitragVerfasst: 11.07.2005, 13:11 
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Ich stimme Dir zu, Thilo. Mit Bildqualiät meinte ich nicht nur die Auflösung (die bei der D2x zweifelsfrei besser ist), sondern habe S2 und S3 z.B. die schönen Hauttöne zugute gehalten.

Für mich ist schon lange klar, dass mir ein Body auf F80 Basis allenfalls als 'leichte Urlaubsknipse' ins Haus kommt. Das klingt hart, aber nach langen Jahren mit F5/D1x und jetzt D2x steht mir der Sinn nicht mehr nach CAM900 (sonst hätte ich der vielen Pixel wegen für die Arbeit im Studio sicher eine Kodak Pro SLR/n gekauft).

Gruß
Roland


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BeitragVerfasst: 11.07.2005, 13:17 
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Roland L hat geschrieben:
sicher sind die S2 und die S3 gute Kameras, die hinsichtlich Bildqualität und Dynamikumfang der D2x auch durchaus Paroli bieten können.

Aber in vielerlei Hinsicht können sie gegenüber der D2x nicht bestehen. So z.B. in Sachen Geschwindigkeit (Speichern von Daten, Wiedergabe von Bildern, Autofokus), Akku-Performance, Qualität und Robustheit des Gehäuses etc.


Nochmal Hallo,
ich habe heute vormittag die D2x wieder zurückgebracht, besonders traurig war ich nicht.
Dem oben zitierten kann man zustimmen. Im Endeffekt hängt alles vom gewünschten Einsatz/ Ergebnis ab. Bis DIn A3 Printgröße reicht auch eine S2/S3 von der Auflösung her, darüber nur mit Qualitätsabfall - die Bilder der D2x lassen sich hingegen mühelos auf A2 und vermutlich noch größer vergrößern, weil das Ausgangsmaterial (der 12MP file) einfach sauber und scharf ist.
Richtig ist auch die Überlegenheit des AF und die Schnelligkeit des Auslösers - der Auslöser der S3 ist dagegen eher lahm - Aber das ist ja alles bekannt, das mitentscheidende Kriterium für mich ist inzwischen der Dynamikumfang und der damit verbundene Gesamtlook des Bildes - hier, und nur hier hat die S3 einen Vorteil gegenüber allen Digis, die ich bisher ausprobiert habe.
Obwohl ich bei der D2x öfters -0,3EV einstellte, hatte ich regelmäßig ausgebrannte Lichter - die D2x hat halt einen konventionellen DR, so wie halt fast alle Digitalkameras.
Was mir auch nicht gefällt, ist die Wiedergabe von Grüntönen draußen - sowie ich insgesamt den Look der Bilder als tendentiell "unnatürlich" empfinde, könnte zum Teil aber auch Gewöhnung sein.

Letzten Endes ist sie mir momentan für das Gebotene zu schwer, zu groß und zu teuer. Für Profis im Sportbereich - und auch Wildlife usw. wird sie sicher das Richtige sein.

Die Batterieleistung ist übrigens wirklich erstaunlich.

Gruß, Bernhard


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