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BeitragVerfasst: 29.12.2003, 23:53 
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Hallo,

folgende Situation:
Eine Gruppe von Einsatzkräften stellt sich zum Gruppenfoto am Flughafen auf. All ihren Jacken haben viele viele Reflexstreifen.

Frage:
Wie kann man den ungewollten Reflexionen entgehen?
Wie setze ich den Blitz am besten ein? Direkt oder indirekt?
Was ist zu beachten?

Zeit für Experimente habe ich leider nicht.

Gruß
Gregor


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 00:50 
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Hi Gregor,

gegen Reflexionen auf Glas usw. hilft ein POL-Filter, aber der schwächt nur gut ab - ob das für diesen Speziellen Fall auch geht bzw langt - das weiß ich nicht sicher.
Aber versuche es mal.

Blitzen würde ich indirekt, um eben auch die Refelxionen zu begrenzen.

Gruß
Falko


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 00:56 
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da hilft nur eins: iso hoch und gleichzeitig verschlusszeit so niedrig wie möglich (ich mache 1/5 sec. noch aus der hand, wenn sich die objekte nicht bewegen), um möglichst viel umgebungslicht aufzufangen. und dann indirekt blitzen. große experimente musst du nicht machen, versuch es einfach mit einer belichtungsreihe, bei der du die zeiten von 1/5 bis 1/45 durchfotografierst. auf keinen fall direkt blitzen! dann hilft dir keine verschlusszeit der welt, die reflexe wegzubekommen!!

gruß

mario

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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 01:17 
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Danke für die bisherigen Antworten.

mario hat geschrieben:
da hilft nur eins: iso hoch und gleichzeitig verschlusszeit so niedrig wie möglich (ich mache 1/5 sec. noch aus der hand, wenn sich die objekte nicht bewegen), um möglichst viel umgebungslicht aufzufangen. und dann indirekt blitzen. große experimente musst du nicht machen, versuch es einfach mit einer belichtungsreihe, bei der du die zeiten von 1/5 bis 1/45 durchfotografierst. auf keinen fall direkt blitzen! dann hilft dir keine verschlusszeit der welt, die reflexe wegzubekommen!!

So ganz verstehe ich Deine Tipps nicht. Versuche sie mal wiederzugeben:
a) indirekt blitzen
b) hohen ISO-Wert einstellen
c) eine lange Verschlusszeit (1/5 - 1/45 sec) wählen
d) "knipsen" im Manuellen Modus oder mit Blendenautomatik

Bei Belichtungszeiten von 1/5 - 1/30 besteht doch die große Gefahr von Verwacklungen, oder?

Eine eben gemachte kleine Testreihe (Programmautomatik) zeigt mir, dass indirektes Blitzen doch sehr gut hilft. Wie geht man bei hohen Räumen (Flughafenhalle) vor, wenn die nötige Reflexionsfläche für's indirekte Blitzen fehlt?

Gregor


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 02:43 
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Praktische Physik. Die Reflexstreifen lassen sich nicht wegfotografieren, im Gegenteil. Höchstens in PS auswählen und umfärben, viel Spaß. Spricht was dagegen, die Streifen mit Tapeband zu überkleben oder die Jacken in der ersten Reihe einfach auszuziehen?

Gruß Rue


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 08:45 
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Der Trick bei den modernen Reflexstreifen ist, dass sie dafür gemacht sind, Licht in alle Richtungen zu reflektieren. Also kann indirektes Blitzen den Effekt nur etwas mildern. Ich habe viele Jahre im Kölner Rettungsdienst gearbeitet und mit moderner werdenden Anzügen haben sich viele Pressefotografen mehr und mehr die Zähne ausgebissen. Die Dinger sind einfach zu gut und schützen ja auch den Träger!

Im konkreten Fall kommt sicher noch dazu, dass auch oft die Hosen mit den Streifen bestückt sind und die zieht mit Sicherheit keiner für ein Foto aus :-).

Hilf also alles nicht, Nachbearbeiten ist wohl die einzige Lösung.


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 10:13 
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Hi,

… den Vorschlag/Tipp von Rue, die Streifen mit Tapeband zu überkleben oder die Jacken in der ersten Reihe einfach auszuziehen, finde ich sehr gut. Das wären jedenfalls für mich die praktikabelsten Möglichkeiten diese Aufnahmesituation zu meistern; ich würde das so Händeln.


Beste Grüße
Max-Douglas


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 10:47 
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Ein Schmunzeln beim Lesen der Beiträge konnte ich mir nicht verkneifen. Ich stelle mir gerade 50 Helfer übersäht mit Reflexstreifen zum Pressebild aufgestellt vor und einer der anwesenden Pressefotografen fängt an, die Reflexstreifen der ersten Reihe abzukleben.... :-) *schmunzel*

Dank gilt allen für die hilfreichen Antworten. Für mich ziehe ich den Schluss, bei solcher Aufnahmesituation hilft nur indirektes Blitzen und anschließendes nachbearbeiten.

Gruß
Gregor


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 11:27 
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Zu welcher Uhrzeit findet der Termin denn statt? Vielleicht kann man ja einfach aufs Blitzen komplett verzichten! Das dürfte die Nachbearbeitung wesentlich erleichtern und verkürzen.

Grüße

Jens


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 12:02 
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Noch eine Idee...

Die Verwendung einer Streuscheibe und Einstellen des Blitzreflektors auf Weitwinkel (14mm wenn möglich) macht das Licht weicher.
Da bei Reflexionen gilt "Einfallswinkel=Ausfallswinkel" würde ich vermeiden, frontal zu blitzen, sonst strahlt Dir alles wieder entgegen.
Sofern möglich also indirekt blitzen, und am besten mit Streuscheibe.

Und das Ganze mit einer möglichst langen Belichtungszeit und Einstellung SLOW.

Grüsse,
Andreas


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BeitragVerfasst: 30.12.2003, 16:03 
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Das einzige was gegen diese Reflexstreifen wirklich hilft, ist der Verzicht auf den Blitz und Beachtung der Lichtrichtung der restlichen Lichtquellen (Fahrzeugbeleuchtung auf Feuerwehr-Schutzbekleidung oder Kinder-Anoraks).

Abdunkeln in PS hilft nicht viel, da das Licht sehr streut - was es ja auch soll um den Schutz zu gewähren.

Offene Blende (1,4 bis 2) und ISO über 800, Kamera angelehnt und möglichst wenig Promille seitens des Fotografen - das ist die einzigste Chance ...

Viele Grüße

Wolfgang


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BeitragVerfasst: 31.12.2003, 01:56 
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Gregor hat geschrieben:
Danke für die bisherigen Antworten.

mario hat geschrieben:
da hilft nur eins: iso hoch und gleichzeitig verschlusszeit so niedrig wie möglich (ich mache 1/5 sec. noch aus der hand, wenn sich die objekte nicht bewegen), um möglichst viel umgebungslicht aufzufangen. und dann indirekt blitzen. große experimente musst du nicht machen, versuch es einfach mit einer belichtungsreihe, bei der du die zeiten von 1/5 bis 1/45 durchfotografierst. auf keinen fall direkt blitzen! dann hilft dir keine verschlusszeit der welt, die reflexe wegzubekommen!!

So ganz verstehe ich Deine Tipps nicht. Versuche sie mal wiederzugeben:
a) indirekt blitzen
b) hohen ISO-Wert einstellen
c) eine lange Verschlusszeit (1/5 - 1/45 sec) wählen
d) "knipsen" im Manuellen Modus oder mit Blendenautomatik

Bei Belichtungszeiten von 1/5 - 1/30 besteht doch die große Gefahr von Verwacklungen, oder?

Eine eben gemachte kleine Testreihe (Programmautomatik) zeigt mir, dass indirektes Blitzen doch sehr gut hilft. Wie geht man bei hohen Räumen (Flughafenhalle) vor, wenn die nötige Reflexionsfläche für's indirekte Blitzen fehlt?

Gregor


hallo, gregor. natürlich besteht die gefahr, dass du verwackelst, deshalb soltest du eine reihe machen. ich weiß nach mehrjähriger tätigkeit als bildjournalist, wo bei welchen optiken (tele oder ww) die grenzwerte sind, die ich persönlich noch hinbekomme.

an einige andere, die meine tipps angezweifelt haben: nicht angegriffen fühlen, aber habt ihr jemals reflexstreifen tragende feuerwehrleute fotografiert? oder geht ihr "nur" von logischen physikalischen gesetzen aus? ich habe mit dieser methode beste ergebnisse erzielt und wüsste nicht, warum andere das nicht könnten.

deshalb nochmal genau:
mind. 400 asa, nicht blende (weil dann der blitz meist mit der kürzesten sync-zeit arbeitet, sondern verschlusszeit vorwählen. gleichzeitig blitz auf slow stellen. das zwingt den blitz, länger licht abzugeben und mit bspweise 1/10 sec. zu snchronisieren. blitzoberteil je nach entfernung und helligkeit in erste oder zeite raststufe schräg stellen und das weisse plastikplättchen zusammen mit der streuscheibe herausziehen und als blitzverlängerung und mini-reflexschirm nutzen (sprich: nicht runterklappen, sondern kurz vor dem runterklappen aufhören zu ziehen). und dann: luft anhalten, wenn möglich irgendwo abstützen, beine schulterbreit auseinander und draufdrücken.geht natürlich nur, wenn das motiv sich nicht bewegt. sollte ich dazusagen. ach ja, ganz wichtig: ein lichtstarkes ww-objektiv. mit einem 5,6er objektiv oder einem tele (ab 85 mm) oder gar einer kombination aus beidem geht es natürlich schlecht. weil: tele heisst weit weg. das bedeutet höhere verwacklungsgefahr.
und dann - das verspreche ich - hat man auch nur ganz geringe probleme mit reflexionen.

gruß

mario

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BeitragVerfasst: 31.12.2003, 03:16 
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Ich halte den Vorschlag bei Tageslicht zu photorgraphieren am sinnvollsten. Da reflektiert auch nichts. Ich weiß nicht, wie groß die Gruppe ist. Ab 5 Personen hätte ich ein ungutes Gefühl, mit hohen ASAs zu fotografieren, die Leute möchten auch innerhalb einer Gruppe ihre Gesichter wiedererkennen wollen. Früher gab's so archaische Hilfsmittel wie simples Stativ, Drahtauslöser, Blende 8 (die lacht), so irgendwas zwischen 1/10 und 1/50 zitchststel, den Vorturner "bitte ALLE mal zu mir sehen", kein cheeeese oder Pizzzza oder sonstiger Motivationsprothesen, Anzahl der der zu fotografierenden mit dem Faktor ca.1.5 bis 2 bei gleicher Zeit/Blende an Auslösungen machen. So ging es vor Chip statt Film eigentlch ganz gut.

MATRIX


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BeitragVerfasst: 31.12.2003, 10:15 
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viele Grüße
Ingo


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BeitragVerfasst: 31.12.2003, 11:02 
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... ach ja, da gäbe es ja auch noch die IS/VR/OS-Objektive ;-)

Aber das ist kein guter Vorschlag, denke ich ;-)

Viele Grüße, guten Rutsch

Wolfgang


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