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 Betreff des Beitrags: Tierfotografie
BeitragVerfasst: 21.11.2004, 00:43 
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Also ich habe die ganze Galerie mal durchgezappt um mir verschiedenste Tierfotos anzusehen. Beruflich fotografiere ich meistens Sport und hab' gedacht: OK die Viecher bewegen sich auch (und oft schnell) also - kein Problem!
Falsch gedacht! Bin also in den Münsteraner Zoo gezogen und habe versucht einige Tierportraits zu machen (einige der bescheidenen Versuche findet ihr in der Galerie). Festgestellt habe ich nun: 1. Das is' echt schwer!!! und 2. Das is' so gar nicht wie Sport. Gut. Nachdem ich nun einigermassen frustiert wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen bin erhoffe ich mir von den Tierfotoprofis hier im Forum ein paar Tipps. Literatur? Wo am besten Starten? Im Zoo? Welche Ausrüstung? Wie ist das mit Fotografie durch Scheiben (hinter denen die Tiere oft sitzen? etc. (Im übrigen: für 'ne Expedition nach Afrika fehlt mir leider das Geld ;-). Also ein paar grundsätzliche Ratschläge wären sehr nett!
Danke und Gruss,
Axel!


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BeitragVerfasst: 21.11.2004, 00:45 
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Ach ja ... und ... wenn man im Zoo fotografiert ... Wie umgeht man diese saudämlichen Gitter? Ich denke mir das abflexen massiven Ärger gibt ;-)
Gruß,
Axel!


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BeitragVerfasst: 21.11.2004, 12:11 
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Wenn es Dich wirklich SEHR interessiert, da gab es hier im Forum schon mal Jemanden, der an einem Workshop im Zoo teilgenommen hat - Den Thread habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden. Aber das klang nach seiner Schilderung optimal.


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BeitragVerfasst: 21.11.2004, 16:19 
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Nun bin ich wahrlich kein Profi, aber vielleicht kann ich dir trotzdem ein wenig weiterhelfen.
Zoo ist meiner Meinung nach wirklich nicht ganz einfach und für bestimmte Tierarten sind die Bedingungen nicht immer gleich. Es kommt immer darauf an wie der Zoo konzeptionell ausgelegt ist. Die einen sperren alles hinter Gitter, andere bevorzugen Glas, wieder andere eher ein offenes Konzept. Wenn du in einem Zoo kein vernünftiges Löwenportrait machen kannst, dann muss das längst nicht für den in einer anderen Stadt gelten. Das Berliner Raubtierhaus ist unter aller Kanone (wenn sich seit 2002 nichts geändert hat), während in München die Löwen auf einer rundum einsehbaren Insel liegen. Bei Tigern in Nürnberg kannst du Glück haben und es liegt trotz Hospitalismus mal einer still, während der in Muc sich möglichst weit weg verzieht. Dafür ist das Reptilienabteil in Berlin klasse, in München...lass es mich so ausdrücken: da hab' ich schon schönere private gesehen. Dir werden also diverse Ausflüge und Autobahnkilometer kaum erspart bleiben.
Eine andere Möglichkeit wären diese 1-Tag(paar Stdn)-mit-meinem-Lieblingstier-Führungen, die einige Zoos im Angebot haben. (Eisbären u.ä. gehören allerdings eher selten dazu). Ich habe so etwas noch nicht mitgemacht, weil mir die Münchner reichlich zu unverschämt sind.
Manchmal gibt es auch Führungen ausserhalb der Öffnungszeiten, z.B. über die VHS, oder Zoofreunde. Da dürften die Tiere wesentlich weniger nervös sein und vom Pfleger auch mal mit einem Leckerli angelockt werden.
In Muc gibt es den Pinguinspaziergang in der Winterzeit, leider liegt immer nur vernünftig Schnee, wenn ich gerade arbeiten muss, oder etwas anderes vorhabe.
Ich würde mich an deiner Stelle mal über die Zoos in Holland informieren, da müssten ein paar Perlen dabei sein. Über Groningen (so ich mich recht erinnere) habe ich vor längerer Zeit einen Bericht gesehen, der mich schwer beeindruckt hat. Allerdings gibt es dort nie eine Garantie, dass man das gewünschte Tier auch zu sehen bekommt. Der Zoo ist mehr auf einer Entdeckungsreise aufgebaut.
Zur Technik brauche ich dir sicher nichts zu erzählen, da solltest du besser ausgestattet sein als ich. Manchmal ist es auch nicht dumm ein lichtschwächeres Objektiv dabei zu haben. Die dicken Eumel passen oft nicht durch die Gitter. Evtl. solltest du auf Koffeinhaltiges verzichten und zumindest ein Einbein ist eh klar, wie auch ein Polfilter nutzen kann.
Wenn du kein Geld hast für Fernreisen, dann sag ich nur selbst schuld! Du machst schicke Bilder, ergo kann etwas an deinem Marketingkonzept nicht stimmen. ;) Ansonsten wären doch diese Safariparks eine Überlegung wert. Ein schönes Buch wäre Natur Fotografie von Gilles Martin und Denis Boyard aus dem Christian Verlag. Alleine das Titelbild ist eine Schau, allerdings sind nur 4 Seiten der Zoofotografie gewidmet.
Experimentieren und und Erfahrungen sammeln, ist halt genau so wie sonst auch. Vielleicht war ja eine brauchbare Anregung dabei.

Gruss

Kurt


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BeitragVerfasst: 21.11.2004, 18:20 
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Beiträge: 953
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Einige Tier kann man fast nur im Zoo oder in Freigehegen fotografieren. Gerade Europäische Tiere, wie Braunbär, Luchs oder Fuchs bekommt in freier Wildbahn kaum zu Gesicht. Fotoshootings erfordern oft monatelange Vorbereitung mit Tarnzelt,....Es gibt aber in Deutschland gute Parks, wo du die Tiere in fast natürlicher Umgebung fotografieren kannst. Viele der Aufnahmen von Bär, Wolf oder Luchs sind z.B. im Freigehege im Bayr. Wald gemacht. Die Gehege sind gross, das Umfeld fast natürlich und von den Beobachtungspunkten stören keine lästigen Gitterstäbe. Hinter- und Vordergrund sind das eigentliche Problem bei Zooaufnahmen, in nur wenigen Zoos sind die Gehege so gestaltet, dass man das Gefühl hat, das Tier ist in seiner natürlichen Umgebung. Ein Tip punkto Glasscheiben: such Dir eine saubere Stelle und Blitze schräg hinein. Geht gut bei Aquarien und Terrarien. Ansonsten ist es ähnlich wie beim Sport: man kann nur die Tierarten gut fotografieren, von denen man auch gut Bescheid weiss (v.a. Verhalten wie Nahrungsaufnahme, Paarung,...) Mein Lieblingsthema sind Reptilien und Amphibien. Die fotografiere ich all in freier Natur, ich muss aber dazu sagen, ich befasse mich jetzt seit 30 Jahren damit und weiss auch gut Bescheid, wann und wo man sie findet, aber auch wann man sie nicht stören darf (Paarung,....). Das möchte ich allen ans Herz legen: nicht nur des Fotos willen einfach drauflos "wildern", sondern auch Rücksicht nehmen auf Naturschutz,....direkter Blitzeinsatz kann vielen Tieren (v.a. nachtaktiven) massiven Augenschaden bis zur teilweisen Erblindung zufügen.


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