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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 11:45 
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Mich würde mal interessieren wie ihr das im allgemeinen oder speziellen so handhabt:

Man schießt ja oft bei Veranstaltungen (insbesondere Sport) unmengen von Fotos. Auch bei mir sind das i.d.R. mehr als 1500 pro WoE. Bisher habe ich diese immer als JPG speichern lassen. Sportfotos werden ja auch meist über "einfachere" Printmedien oder über Internet veröffentlicht. Soweit so gut.

Jetzt meine Frage: Hin und wieder - damit meine ich (bei mir) ca. 20 Bilder pro Jahr - können die Ansprüche dann auch über die JPG-Qualität hinausgehen (Kalender/Plakate). Hier wären dann wohl RAW Dateien gefragt.

Schießt ihr nun alle Bilder wegend deren 20 (sind ja nur <0,1%) in RAW - was einen erheblichen Aufwand für Konvertierung und Archivierung benötigt oder hofft ihr das ihr auch dann mit den jpg's auskommt. Alleine schon der CF-Karten Bedarf ist bei RAW enorm höher.

Vielleicht schreibt ihr einfach mal wie ihr das handhabt (bitte keine Gegenüberstellungen von JPG und RAW - Vor-/Nachteile sind bekannt).
Schleppt ihr den "Balast" der RAW dateien mit oder klappt das auch so?

Es grüßt - Tommy


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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 12:10 
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Ich arbeite als Sportfotograf und Journalist (Text und Bild) und mache an so einem Wochenende (2-Tage Weltmeisterschaft) nur ca. 400-500 Fotos. In JPG! Und das reicht mir! - und das reicht vor allen Dingen auch den Verlagen mit denen ich zusammenarbeite. Denn daraus ziehe ich ca. 50-60 Bilder, die ich dann tatsächlich anbiete. Das ist mir schon Arbeit genug für einige Stunden! Da waren die Dias schneller gerahmt und aussortiert!
Zu Beginn meiner digitalen Laufbahn hatte ich den Verlagen mal jpg und tiffs (aus bearbeiteten RAW) geschickt, aber die haben gesagt, mit den tiffs wollen sie nichts zu tun haben, die Datenmengen wären denen zu groß und tatsächlich würde man keinen Unterschied (im Druck) sehen.
Seitdem arbeite ich nur noch in *.jpg-Modus und bekomme trotzdem in den Heften Poster sogar in A2 gedruckt.
Mit der D200 kann das nur noch besser werden!
Archivieren tue ich auch nur die besagten 50-60 Bilder - Bei 35 aktiven Wochenenden im Jahr kommt da auch schon Einiges zusammen.
Sorry, ich bin Pragmatiker, faul und geizig und deshalb bevorzuge ich die jpg-Variante.
Ausnahme sind Firmenportraits - da gönne ich mir manchmal die Produktion (nie mehr als 40-50 Fotos) als RAW, weil ich alles noch besser korrigieren kann - obwohl es eigentlich Unsinn ist, weil grobe Schnitzer ohnehin auf dem Monitor zu erkennen sind und ich mit dem Weißabgleich mittlerweile genug Erfahrung habe.


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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 12:23 
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Das sehe ich genauso: Ich mache auch nur jpg. Das könnte aber auch eine Mentalitäts- bzw. Herkunftsfrage sein: Wer früher Negative gemacht hat, mag RAW, ehemalige Dia-Fotografen mögen meist lieber jpg.

_________________
Aequo animo audienda sunt imperitorum convicia.


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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 12:37 
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Ich fotografiere mit der Fuji S3 und handhabe es wie folgt:

Im Studio JPEG - 12 Mpixel
Bei Veranstaltungen ohne konkreten Auftrag JPEG - 6 Mpixel
Bei Veranstaltungen mit konkretem Auftrag JPEG - 12 Mpixel
Bei Hochzeiten in der Kirche RAW - 12 Mpixel
Bei Hochzeiten außerhalb der Kirche JPEG - 12 Mpixel
Wenn das bestmögliche Ergebnis erwartet wird RAW - 12 MPixel
(und auch bezahlt wird)

I.d.R. behalte ich alle Aufnahmen aus einem Shooting (mit Ausnahme der technisch verhunzten).
Die Preise für externe Festplatten sind zwischenzeitlich soooo günstig, dass es sich nicht mehr lohnt zu löschen.

_________________
D3, 50 F1.4, 24-70 F2.8, 105 F2.8 Makro, 70-200 F2.8 VR, 18-200 VR
Homepage: www.storybooklove.de
Blog: www.storybooklove.de/blog


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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 13:23 
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danke für eure schnellen Antworten.

Die Variante von JuMayr habe ich auch schon probiert - und verworfen. In den Anfangszeiten habe ich sogar unterschiedliche JPG Auflösungen gemacht.

Leider kann man nie sagen wo und wann die "Guten Bilder" entstehen und wenn man dann noch vom "Jahrhundertbild" ein "kleines" JPG hat - pfui.


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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 13:25 
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@Robert:

Du speicherst tatsächlich nur die 60 Bilder? Alles andere wird gelöscht?

Das habe ich mich bisher noch nicht getraut. Wow.


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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 13:45 
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Ein Jahr lang bleiben alle Bilder auf dem Rechner, danach wird Jahrgangsweise archiviert (und nie wieder gebraucht) und dann verschwinden die Rohdaten - automatisch.


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BeitragVerfasst: 16.01.2006, 14:27 
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Robert Pairan hat geschrieben:
Ein Jahr lang bleiben alle Bilder auf dem Rechner, danach wird Jahrgangsweise archiviert (und nie wieder gebraucht) und dann verschwinden die Rohdaten - automatisch.


Bei mir kommt RAW nur dann zum Einsatz, wenn ich die Bilder weiterverarbeite (z.B. Freisteller, Montagen, Produkte,....) oder wenn die Beleuchtungssituation sehr unklar ist: War gestern bei einer Autoshow in der Halle, da gab's viele verschiedene Lichsituationen: Blitz, Halogenlicht, Neon, Mischlichter......bin grad am Arbeiten, dass ich dort halbwegs brauchbare Farben rausbekomm.......
Hab neulich auch aus dem Flieger rausfotografiert: dort auch alles mit RAW, da ich mir von den Farben nicht ganz sicher war....


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BeitragVerfasst: 18.01.2006, 21:25 
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also ich fotografiere fast alles im raw/nef . Studio immer und selbst Sport, ich benutze RawShooter die raw's werden blitzartig verarbeitet, ich benenne alle Bilder auf einmal um, ich lege den richtigen Ausschnitt 2/3 oder 1/1 gib bei scal. die richtige Größe ein und hab in einem Schlag das richtige jpg für die Zeitung. Das geht schneller als ein jpg im PS erst den Ausschnitt wählen , kopieren/einfügen und dann speichern und dann das nächste Bild in PS holen.

Und ich habe gelernt, dass im Grenzbereich ( Sporthalle und nicht blitzen dürfen !! z.B. Tischtennis) das jpg aus einem nef wesentlich besser ist als ein jpg direkt fotografiert.

vG

Holli


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BeitragVerfasst: 19.01.2006, 13:21 
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Hallöle,

Ich fotografiere IMMER nur Raw´s!! Dazu muss ich aber sagen, dass ich in meinem hauptsächlichen Arbeitsbereich, der Werbefotografie, auch fast immer die Qualitätsreserven des Raw-Formats brauche. Das schließt aber im übrigen nicht hohe Zahlen von Fotos aus. Auch bei mir kommen bei einer Industriereportage schon mal 800-1000 Fotos am Tag raus! Allerdings kann ich mich glücklich schätzen, mit einer Kodak-Nikon DCS 760 zu fotografieren, und zwar in diesem Fall wegen der tollen Kodak-Software, die einen unglaublichen guten und schnellen Workflow ermöglicht. Dazu kommt, dass ich die Einstellung habe, dass ein Bild, weil es ja nie wiederholbar ist, immer in bestmöglicher Grundqualität fotografiert werden sollte, wie ein digitales Negativ eben. Natürlich ist das in manchen Bereichen der Profi-Fotografie, wie eben zum Beispiel dem Sport, nicht praktikabel.

Grüße TOM

_________________
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http://www.nps.nikon.de/de/04_01_01_fot ... _id=667801


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BeitragVerfasst: 19.01.2006, 17:25 
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Meine Kamera: Fuji FinePix J27
Kamera : D100
85% bei mir sind jpgs-fine : Motorsport, Outdoor, Konzerte
15% Raw : Nachtaufnahmen, Tischtennis, unklare Lichtsituationen bei extrem wichtigen Sachen.

_________________
Look forward and give full power !
(C) by HH


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BeitragVerfasst: 19.01.2006, 18:30 
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Danke für eure Hinweise. Scheint ja tatsächlich ein bischen eine Glaubensfrage zu sein.

Ich glaube ich werde einfach mal eine Versuch wagen, eine Veranstaltung komplett in NEF aufzunehmen. Wenn ich dann an der "Nachbearbeitungslast" zusammenbreche gibts beim nächsten mal halt wieder jpg.


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BeitragVerfasst: 19.01.2006, 18:34 
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@Holli:
Zitat:
ich benutze RawShooter die raw's werden blitzartig verarbeitet, ich benenne alle Bilder auf einmal


Gibt es eigentlich einen Geschwindigkeitsunterschied zwischen RSE und RSP? Konntest du den zufällig messen? Verwendet RSP beim automatischen Konvertieren die gleichen Einstellungen, als wenn die Kamera sie direkt umgewandelt hätte?

bei meinem Rechner dauert es mit RSE schon eine gewisse Zeit um einen größeren Stapel umzuwandeln. Zumal ich den Workflow schon genial finde.


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BeitragVerfasst: 19.01.2006, 20:28 
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@thomsen

ich benutze RSP und kann zum Unterschied leider nichts sagen, aber ich wollte unbedingt die Tonwertkurve bearbeiten können und das geht nur bei RSP. Wenn du ein Bild nicht veränderst ist der Unterschied zwischen Kamera jpg und jpg aus nef nicht sehr groß, wenn du aber was daran machst ist das jpg aus dem nef dem jpg aus der Kamera schon überlegen. Da meine Zeitung, bei den Sportbildern nichts mehr machen will und ich die Bilder gleich im 13/18 oder 14/14 cm abgeben muss, d.h ich die Bearbeitung mache, fahre ich mit RSP einfach besser.Das schöne an RSP ist, dass ich die geänderten nefs (Studiobilder, große Anzahl) ja nicht sofort umwandeln muss, sondern dann, wenn ich unterwegs bin oder ab und an mal schlafe :-), da ich nur die jpgs in meine Datenbank einlese (Portfolio), und die nefs separat auf DVD sichere ist es für mich super dass die nefs ja nicht wirklich geändert werden, sondern nur die scripten dazu gespeichert werden, d.h. die Originale bleiben unangetastet, aber wenn ich will hab ich das geänderte nef sofort wieder da ! Bei Nikon Capture werden die nefs ja wirklich geändert. Die Geschwindigkeit beim arbeiten ist jedoch wesentlich schneller als beim arbeiten mit NC. Beim Umwandeln in jpg sind sie alle gleich, geschätzt, nicht gemessen!

vG

Holli


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BeitragVerfasst: 19.01.2006, 20:35 
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Wohnort: Mannheim
thomsen hat geschrieben:
Danke für eure Hinweise. Scheint ja tatsächlich ein bischen eine Glaubensfrage zu sein.

Ich glaube ich werde einfach mal eine Versuch wagen, eine Veranstaltung komplett in NEF aufzunehmen. Wenn ich dann an der "Nachbearbeitungslast" zusammenbreche gibts beim nächsten mal halt wieder jpg.


Warum nimmst Du nicht beides auf.. das mache ich bei wichtigen Sachen immer.. also RAW + JPEG fine.. braucht mehr Speicher .. hat aber was von einer Vollkasko Versicherung :))
Ich arbeite dann mit den JPEG's und wenn das nicht ausreichen sollte, nehme ich die RAW files ..

_________________
Beste Grüße, Michael

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