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BeitragVerfasst: 08.12.2008, 14:36 
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Hallo zusammen,

sorry vorweg, daß ist mal wieder eine dieser "ist X besser als Y"-Fragen. Es geht mir nicht um die ultimative finale Antwort, sondern vielmehr um eure, jeweils durchaus gewünscht, subjektive Einschätzung.

Für die "mittelnahen" Distanzen besitze ich ein hervorragendes Sigma EX 120-300/2.8 Objektiv. Über die Abbildungsleistung bin ich schlichtweg baff, das sage ich mit einem ambitionierten Hintergrund an Objektiven (aus der Canon Ecke: 24/1.4, 70-200/2.8, 17-40/4.0, etc.)

Es stellt sich jedoch heraus, daß mit Vollformatchip die Brennweite 300mm nicht wirklich nah genug ist, selbst bei der erstaunlich gut funktionierenden Verwendung des 1,4x Extenders. Bei 2x Extender sieht man schon arge Softness...


Ziel für die größere Brennweite ist: Tierfotografie, (Wasser, Outdoor)Sportfotografie

Nun gäbe es eine Menge Kombinationen und mögliche Objektivprodukte. Ich habe mir aus der Palette der Objektive mal diese beiden ausgesucht:
Canon EF 400/2.8 und
http://www.fredmiranda.com/reviews/show ... t=2&page=2

Sigma EX 300-800/5.6
http://www.fredmiranda.com/reviews/show ... =37&page=2

Ich sehe folgende pros und cons:

400/2.8 - pro: kleiner als das Sigma, Schärfe, Freistellung durch geringe Schärfentiefe, Helligkeit, Stabilisator, kann vermutlich gut mit 2x Extender kombiniert werden, dann ist Abbildungsleitung / Autofokusgeschwindigkeit / IS-Funktion aber unklar, habe keine Erfahrung

400/2.8 - cons: der Sprung vom bestehenden 120-300/2.8 auf 400mm ist seitens der Brennweite kaum nennenswert. Da könnte ich mir eher eine APS-C Kamera kaufen anstatt der gerade verwendeten Vollformatkamera. Geringere Flexibilität wegen Festbrennweite, mehr Brennweite nur durch 1.4x und 2x Extender.

300-800/5.6 - pro: gute Abbildungsleistung bei guter Helligkeit 800/5.6! Flexibilität durch Zoom. "Echte" 800mm, und selbst die sind noch inkl. Autofokus durch 1.4x Extender auf 420-1120mm/8.0 zu heben, mit jedoch unbekannter Bildqualität.

300-800/5.6 - cons: groß/unhandlich (wegen Transport), recht langsam im unteren Zoombereich (300mm/5.6 ist eher mau), kein Stabilisator


Beide Objektive sind etwa gleich schwer (Canon: 5.4kg und Sigma: 5.8kg) und ca. gleich teuer (~7000 US$ Strassenpreis, habe keine detailierte Recherche in Euro betrieben bisher...). Für beide Objektive gibt es Leute, die behaupten "handheld" ist kein Problem, dann gibt es Leute die ein Monopod vorschlagen. Ich denke eher an ein ordentliches Stativ mit Wimberley-Kopf.


Nun wäre ich für weitere Bemerkungen oder Einschätzungen dankbar. Fixbrennweite + 2x Ext. gegen "echte" 800mm, dafür letztere mit Zoomfunktion. Eine Alternative zum 400er wäre das 500/4.0, dann solo oder kombiniert mit 1.4x auf 700/5.6.... puh, soviele Kombinationen und doch eine nicht unerhebliche mögliche Investition...

Nochmals danke für eure Einschätzungen!
Jörg


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BeitragVerfasst: 08.12.2008, 18:45 
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Vorweg: Ich kenne keines dieser Objektive, kann daher zur Qualität gar nichts sagen.

Aber grundsätzlich, wenn ich mir die Brennweiten so anschaue würde ICH sicher nicht das 400er kaufen. Wie Du schon schreibst, der Abstand zu 300mm ist zu gering und das Teil fast nur mit Konverter zu betreiben wäre irgendwie "Verschwendung". Ein 4/500 wäre auch für mich persönlich ein Wunschobjektiv, mit 1,4x Konverter bist Du dann auch "fast" bei den 800mm wenn Du die wirklich brauchst. Aber ohne hast Du die höhere Lichtstärke im Vergleich zum Zoom, was ich gerade in dem Brennweitenbereich schon als großes Plus sehen würde. (Und außerdem dürfte das Canon 500er bei Offenblende sicher besser sein als das Sigma Zoom.)

Kurz ne Frage zu dem Sigma 120-300: Daß das abgeblendet recht gut ist, glaube ich gerne. Aber wie schaut es denn bei Offenblende oder max. etwa 3.5 aus? Bei den Extrembrennweiten?
Selbst mein Nikon 2,8/300 wird doch deutlich besser wenn man auf Bl.4 abblendet aber ich vermisse da ganz oft die Zoom-Möglichkeit und habe schon öfters über das Sigma nachgedacht. (Wenn das Nikon 200-400 nicht ganz so teuer wäre....)

Gruß
Manfred


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BeitragVerfasst: 08.12.2008, 19:03 
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Schönen Dank für Deine Einschätzung!

Also das Sigma (meines ist die neuere DG Variante) ist bei Offenblende sensationell von 120mm bis ca. 275mm und steht dem 70-200/2.8 USM L (also nicht IS) in gar nichts nach. Bei 100% Ansicht versteht sich.

Das letzte Stück bis 300mm wirds offen ein wenig soft, aber immernoch akzeptabel. Entweder versuche ich diesen Bereich zu vermeiden und hole den letzten Rest Brennweite durch Beschneiden des Bildausschnittes (kostet wenige "Megapixel" und ist mir lieber als ein softes Bild in Vollauflösung) oder ich nehme die 300mm und blende dann auf 3.2 oder 3.5 ab, dann ist alles wieder in Butter, selbst mit 1.4x Extender!

Bokeh ist absolut rund und soft, AF schnell. Es scheint etwas mehr als das 70-200 an Randverdunklung (auf Canon 5D) zu leiden, was ich mir angesichts des Tele-Bereichs nicht richtig erklären kann. Ich dachte Randverdunklung würde eher bei Weitwinkelobjektiven einsetzen. Aber ok, das kann per EBV korrigiert werden.

Seit ich das Sigma-Objektiv habe ist das 70-200 wirklich sehr sehr wenig in Gebrauch.

Viele Grüße
Jörg


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BeitragVerfasst: 08.12.2008, 19:08 
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Hi!

Da ich aus dem Nikon-Lager stamme und schon lange keine Sigmas mehr benutze, kann ich konkret zu den beiden Linsen auch nichts sagen.

Aber was ich sagen kann, ist, daß eine Festbrennweite immer schärfer und "besser" abbilden wird als ein Zoom. Das Zoom stellt immer einen gewissen Kompromiss dar, auch wenn sich wie in diesem Fall der Zoombereich nur auf den Telebereich beschränkt.
Leider kenne ich die Preise bei Canon-Linsen nicht, bei Nikon jedenfalls ist das 500/4 sogar günstiger als das 400/2.8.
Daher würde ich persönlich zum 500/4 tendieren, da
a) original Canon
b) höhere Lichtstärke
c) Festbrennweite
d) bis 1.4x Konverter-tauglich
e) Bildstabilisator
f) "nur" 3,8 kg schwer

Gruß, Mike

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"It´s no matter of Available Light, but of Available Darkness...!!!"

Bjørn Røslett über die Nikon D3


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