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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 17:17 
Moin,

ich habe just etwas herumexperimentiert. Dabei habe ich das AF-I 2,8/300 mit dem 1,4-fach-Konverter versehen und die Fotos (Blende 2,8) dann mit dem aufgeblendeten 2,8/400er AF-I verglichen.

Das 400er wiegt halt über 6 kg.... Daher wäre mitunter das kleinere und leichtere 300er mit Konverter eine Alternative.

Ergebnis: Die Fotos vom 400er sind signifikant besser!

Ich habe dann etwas anderes probiert. Das 400er mit dem Konverter versehen, voll aufgeblendet mit der D2x fotografiert und dann das selbe Motiv OHNE Konverter abgelichtet. Dafür aber das Bild IM RECHNER zureichtgeschnitten und per Software "aufgeblasen".

Ergebnis: Der Qualitätsverlust durch die digitale Vergrößerung des Originalfotos ist geringer als der Qualitsverlust durch den angesetzten Konverter.

Da frage ich mich, ob ich den Konverter nicht besser komplett weglasse und statt dessen die Bilder per Software zurechtschneide und wieder hochrechne?!?

Aufgrund dieser (sicher noch nicht völlig ausgewogenen) Experimente frage ich mal ganz provokant: Wozu eigentlich Konverter an den digitalen Kameras?
Theoretisch bleibt eigentlich nur der Faktor Zeit im Berech der Pressefotografie als nennenswerter Faktor.... Oder?

Viele Grüße

Werner


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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 17:24 
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Nö, es ist auch ein Unterschied, ob ich bei einem 600er mit oder ohne 1,4-fach fotografiere. Die längere Brennweite macht gelegentlich schon Sinn, zumal wenn ich aus Qualitätsgründen nicht croppen will. Gruß Ingo

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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 17:25 
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Hallo,

ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass ein softwaremäßig beschnittenes Bild besser sein soll, als ein Vollformatbild mit Konverter.

Gerade der TC-14 nimmt ja angeblich nicht viel Bildqualität.

Was meinen denn die Konverterfotografen dazu ? Ingowalter & Co ?


Grüße,
Andreas


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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 17:32 
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Aber, Ingo,

das ist ja genau das, was eben nicht stimmt und was Werner zurecht festgestellt hat: Es ist qualitativ oft besser, das Bild entsprechend im Rechner "aufzublasen" als für die gleiche Bildwirkung den Konverter zu verwenden. Ich habe selbst schon die gleiche Feststellung gemacht! In meinem Fall die Kombination von Konverter und AF-D 2,8/80-200. Da war die Kombination mit dem (1,5-fach Kenko) Konverter ebenfalls schlechter, als das Raufrechnen des Bildes ohne Konverter auf den gleichen Ausschnitt!!

Grüße vom TOM

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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 17:49 
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Ich habe mal ähliche Experimente wie Werner gemacht und bin zum selben Ergebnis gekommen. Folge war dann zumindest der Verkauf des TC-20E.

Wichtig dabei ist, ob man bei Offenblende fotografieren will/muß oder ob kräftig abgeblendet werden kann.
Im letzteren Fall ist man mit Konverter wahrscheinlich besser dran. Will man aber mit Offenblende (oder max. 1 Blende abblenden) arbeiten, dürfte tatsächlich der "Digitalzoom" meist bessere Ergebnisse liefern.

Man muß vorallem auch daran denken, daß man durch den Konverter eine Blende Lichtstärke verliert. Also habe ich bei Offenblende mit Konverter dann längere Zeiten oder höhere ISO, beides bedeutet oft Qualitätsverlust. Oder ich kann ohne Konverter um eine Blende abblenden, was auch beim besten Objektiv meist eine deutliche Qualitätssteigerung bringt.

Außerdem:
Der Konverter macht letztlich auch nur einen Ausschnitt wobei er selbst immer zwangsweise einen (wenn auch vielleicht noch so kleinen) Qualitätsverlust hinzufügt. Bei "unendlich" hoher Auflösung des Sensors wäre also der digitale Ausschnitt rein theoretisch immer überlegen. In der Praxis bleibt die Frage, ob das Objektiv eine hohe Sensorauflösung noch ausreizen kann. Und bei Offenblende mit Konverter dürfte das bei 12MP ziemlich sicher nicht der Fall sein. (Bei einer D2H schaut die gesamte Betrachtung dann natürlich wieder anders aus.)

Gruß
Manfred


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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 18:35 
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Andreas hat geschrieben:
Hallo,

ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass ein softwaremäßig beschnittenes Bild besser sein soll, als ein Vollformatbild mit Konverter.

Gerade der TC-14 nimmt ja angeblich nicht viel Bildqualität.

Was meinen denn die Konverterfotografen dazu ? Ingowalter & Co ?


Grüße,
Andreas


Siehe oben. ;-))

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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 18:37 
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Tja ... und wenn ich nur ein Dreihunderter habe, einen Konverter dranhänge und es dann immer noch nicht reicht. Dann muss ich trotz Konverter immer noch Croppen; weshalb man am Konverter nicht sparen sollte ;-)

Weil's bei mir so ist, suche ich ein MF 800er, um diesem Dilemma zu entkommen ... ;-(

Viele Grüße

Wolfgang


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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 19:01 
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Wow, 800mm x 1,5 Crop x 2fach Konverter = 2400mm ;-)


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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 19:13 
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s-rade hat geschrieben:
Wow, 800mm x 1,5 Crop x 2fach Konverter = 2400mm ;-)


... aber das 800er möchte ich doch eigentlich, um den Konverter einzusparen und die Qualität insgesamt zu steigern! Dann komm ich mit einem gemäßigten Crop (wenn überhaupt) zum Ziel ...!

VG

Wolfgang


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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 19:29 
Moin,

@Ingo:

Zitat:
Nö, es ist auch ein Unterschied, ob ich bei einem 600er mit oder ohne 1,4-fach fotografiere. Die längere Brennweite macht gelegentlich schon Sinn, zumal wenn ich aus Qualitätsgründen nicht croppen will.


Na ja, aber mit dieser Argumentation dürftest du aus Qualitätsgründen auch keinen Konverter verwenden, da dieser ja selbst CROPPT! Nichts anderes als dein Bilde zu croppen tut ein Konverter!

Das aber mit mehr Glas, mehr Reflexionen, mehr otischen Fehler, Verlust an Lichtstärke, mehr CA, Verzeichnung, Unschärfe etc etc.

Konverter croppen halt. Die Frage ist: Verlierst du mit einem Konverter mehr Qualität oder am PC mit hochwertiger Software?

Ich habe seinerzeit D1-Fotos mit schlappen 2,7 MP zu Postern verarbeitet...

Wenn du mit einer D2x(s) 12,4 MP hast, dann kannst du doch digital bei einem scharfen Bild etliches wegschneiden, um immernoch die Qualität zu haben, um damit DIN A4 oder A3 zu erzeugen.

Es ist also letztlich den Gedanken wert, mal zu fragen, bei welchen Objektiven unter welchen Bedingungen digitaler Beschnitt oder Konverter die bessere Wahl ist.

Viele Grüße

Werner


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BeitragVerfasst: 07.12.2006, 20:36 
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Es wird wohl auf die Abstimmung von Objektiv und Konverter ankommen. Meine Experimente mit dem 80-400VR und dem 1,8/85 mit dem Kenko 1.4 pro Konverter waren sehr enttäuschend, so dass der Konverter gleich wieder verkauft wurde. Vor vielen Jahren, damals noch mit einem AIS 2,8/180 und einem 50-135 und unserem ersten Nikon Konverter an der F2 kam auch nichts Gescheites dabei rum.

Wenn die Konstruktion des Objektivs mit ausreichend hoher physikalischer Auflösung und dank eines parallelen Strahlenbündels eine fehlerfreie Ausschnittvergrößerung mit einem zusätzlichen Sammellinsensystem zuläßt, könnte eine gute Bildqualität dabei herauskommen. Besonders die auf hohe Lichtstärke, geringes Gewicht, große Zoombereiche und geringe Länge konstruierten Linsen haben dabei Probleme.

Gruß, Bernhard


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BeitragVerfasst: 08.12.2006, 07:32 
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Interessante Diskussion!

Bei mir liegt der Fall da (zum Glück... ?) klar auf der Hand:
Ohne Konverter geht gar nichts!!!!

Das liegt aber wohl nicht an den verwendeten Linsen, sondern an meinem "Pixel-Riesen" D2H. Die Fotos lassen sich einfach nicht vernünftig digital aufblasen. Dafür hat man einfach viel zu wenig Material.

Abgesehen von der technischen Seite habe ich auch das Problem, daß mir die Methode einfach missfällt. Wenn ich etwas fotografiere, habe ich auch gerne das Foto, das ich im Sucher gesehen habe. Minimaler Crop, um das Motiv ins rechte Licht zu rücken, kann ich ja noch nachvollziehen.
Aber, übertrieben gesprochen, gehe ich nicht hin und fotografiere ALLES mit dem Weitwinkel und schneide mir dann am Rechner erst die fertigen Fotos zusammen.
Da sträubt sich mein fotografisches Verständnis!

Gruß, Mike

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"It´s no matter of Available Light, but of Available Darkness...!!!"

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BeitragVerfasst: 08.12.2006, 11:25 
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Nach meinen - subjektiven - Erfahrungen bringt ein Konverter derartige Qualitätseinbussen mit sich, dass ich das Beschneiden mit PS immer vorziehen würde. Zum Glück war mein "Notstand" bisher noch nicht so gross, dass ich den Konverter unbedingt benötigt hätte. Kekauft - probiert - weggelegt - fertig. :-D

Gruß


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BeitragVerfasst: 10.12.2006, 17:52 
Hallo, Mike,

Zitat:
Das liegt aber wohl nicht an den verwendeten Linsen, sondern an meinem "Pixel-Riesen" D2H. Die Fotos lassen sich einfach nicht vernünftig digital aufblasen. Dafür hat man einfach viel zu wenig Material.


Ich abe ja hier schon einige deiner "Konverter-fotos" gesehen und mich gefragt, wie bekommt er damit bloß diese Schärfe noch hin?

Meine Experimente habe ich noch etwas fortgesetzt und bin nun zu dem Ergebnis gerkommen, dass man das letztlich genau in etlichen präzisen Versuchsreihen unter Laborbedingungen ausprobieren müsste.

Klar scheint mir zu sein, das ein Objektiv der Bennweite x plus Konverter IMMER qualitativ schlechtere Ergebnisse liefert als das entsprechende Originalobjektiv höherer Brennweite. 2,8/300mm x 1,4 ist halt nicht vergleichbar mit 2,8/400mm.

Ein 400/2,8 mit einem 1,4-Konverter ist halt auch kein 4.0/600er. Das wäre ja angesichts der Preislage des 600ers tödlich für dieses Objektiv...

Was aber m. E. zu relativieren ist, ist die Antwort auf die Frage, ob Konverter oder digitales "Aufblasen" die bessere Variante ist.

Das scheint mit von Brennweite, Vergrößerungsfaktor und Zahl der Kamerapixel abhängig zu sein. Dazu kommen noch die Lichtverhältnisse und die Wahl der Konverter/Objektiv-Kombination.

Ich habe heute Ergebnisse erzielt, bei denen ich sagen würde: das nimmt sich nix - ausser, dass der Konverter schneller ist... minimal besser im Fokusbereich, dafür (wegen weniger Schärfentiefe??) drumherum etwas schlechter.

Das Seltsame: Ich bekomme an der D2x einfach mit Konverter keine (oder fast keine) höhere Detailauflösung hin als beim selben Objektiv OHNE Konverter! Und genau das wär's gewesen! Die wirklich höhere Auflösung ist dann Sache der eben deutlich teureren Originalbrennweiten.

Ich werde das gleiche mal mit der D2h testen.... Ich könnte mir vorstellen, das da der Konverter deutlich was bringt! Eben WEIL das digitale Quellenmaterial kein 12MP-Bild ist.

Viele Grüße

Werner


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BeitragVerfasst: 10.12.2006, 22:09 
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Ein Teleobjektiv wird mit einem Konverter zu einem beabsichtigt veränderten optischen System, aus dem nicht nur ein größeres Bild resultiert, sondern bei dem auch Winkel, perspektivische Verdichtung und ggf. die Freistellung des Motives verändert werden. Das kann ein Bildausschnitt allein nicht vermitteln.

Gruß
Richard


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