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BeitragVerfasst: 25.06.2007, 22:45 
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Hallo,
bisher habe ich nur diesen Test gefunden:

http://www.photozone.de/8Reviews/lenses ... /index.htm

Da mir das Nikon 17-55 als Hobbyknipser schlichtweg zu teuer ist, wäre das eine Alternative. Die Frage ist nur, ob das Tamron nicht die bessere Alternative wäre, da es noch günstiger ist.

Vielleicht kann ja jemand helfen?

Andre


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BeitragVerfasst: 26.06.2007, 17:30 
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Hallo Andre,

habe Deinen Thread gelesen und beschlossen, mich mal näher zu dem Teil zu erkundigen.

Der Testbericht liest sich ja nicht so ganz schlecht. Da ich einerseits mein 17-55 ohnehin nur wenig benutze, andererseits mit dem 10-17 und dem 12-24 von Tokina gute Erfahrungen gemacht habe, wurde nun kurzerhand (und ohne vorherige Befragung des "Finanzministers" ... ) bestellt.

Wenn nähere Informationen vorliegen, melde ich mich wieder ...

Grüße und einen schönen Abend

Rainer


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BeitragVerfasst: 06.07.2007, 15:26 
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Hallo Zusammen,

seit etwa einer Woche ist das Objektiv nun da, es wurde herumprobiert und natürlich die ersten Bilder gemacht.

Erster Eindruck:

Schon beim Auspacken fällt die Tokina-typische, sehr massive Verarbeitung auf. Das Objektiv fühlt sich dementsprechend gut an und alles läuft sauber und gleichmäßig.

Direkt neben ein 17-55 gestellt, ist das Tokina etwa "einen Objektivrückdeckel" kürzer und auch etwas schlanker. Das Filtergewinde ist jedoch gleich (da kann man den Filter gleich umschrauben ...).

Was jedoch sofort auffällt ist der lange Auszug bei 50 mm. Beim 17-55er ist es so wie bei vielen Standard- und Weitwinkelzooms, daß die kürzeste Baulänge bei etwa mittlerer Brennweiteneinstellung erreicht ist. Beim Tokina geht es dagegen ab 16 mm kontinuierlich in die Länge. Und wenn dann noch die Gegenlichtblende drauf sitzt ... sehr beeindruckend. Die Geli ist übrigens die selbe wie beim 12-24er.

Allgemeiner Gebrauch:

Trotz der immensen Baulänge bei längeren Brennweiten ist das Objektiv nicht unhandlich. Mit der D200 etwas "kopflastig", dennoch aber sehr angenehm einzusetzen ist die Kombination mit der D2X geradezu harmonisch.

Beide Einstellringe laufen gleichmäßig und satt. Die Umschaltung von AF auf MF sitzt zwar primär am Objektiv, es wird aber nur der Entfernungsring ausgekuppelt.
Anders ausgedrückt: Steht die Kamera auf AF und der Einstellring auf MF, dreht er sich halt (unter quälen des AF-Motors) mit. Für reinen MF-Betrieb muß also die Kamera auch umgeschaltet werden.

Mit dem eingebauten Blitz der D200 gibt es bei sehr kurzen Entfernungseinstellungen Abschattungen im unteren Bildbereich. Bereits mit Einsatz eines SB-400 oder ab Entfernungen größer 0,5 m ist das Problem jedoch behoben. Außerdem sind die Abschattungen deutlich weniger als beim 17-55er.

Bildergebnisse:

Die Bilder sind bei allen Brennweiten und bis in die Ecken scharf und kontrastreich. Außerdem sind sie bezüglich der Farbabstimmung zu Bildern mit Nikon-Linsen sehr gut kompatibel.

Bei manchen Motiven mit geraden Kanten am Bildrand auffällig ist die starke Verzeichnung im extremen Weitwinkelbereich. Über etwa 18 mm Brennweite verliert sich der Effekt aber sehr schnell. Außerdem ist das Objektiv kein spezielles Architekturobjektiv und beim allgemeinen Fotografieren stört die Verzeichnung ehrlich gesagt nicht.

An den Rändern bilden sich geringfügige Farbsäume, die sich aber auf Wunsch leicht im Bildbearbeitungsprogramm korrigieren lassen.

Fokussierung:

Trotz Stangen-AF ist das Objektiv absolut ausreichend schnell. Dies kommt zum einen von den kurzen Brennweiten, zum anderen vom kleinen Drehwinkel der Entfernungseinstelllung.

Der genannte kleine Drehwinkel hat natürlich für den manuellen Einsatz des Objektives auch Nachteile. Manuell ist die Scharfstellung nicht sehr gut zu bewerkstelligen. Dies ist aber bei dem zur Verfügung stehenden Brennweitenbereich und der damit verbundenen Schärfentiefe nicht so schlimm. Außerdem, wie gesagt, der AF ist schnell und zuverlässig.

Nachteilig ist nur, daß das Objektiv - wie alle anderen Tokinas leider auch - nicht an der D40 eingesetzt werden kann. Ab der D50 funktioniert das Ganze aber prächtig.

Persönliches Fazit:

Für den gegebenen Preis ist die Leistung des Objektives sehr gut. Auch absolut betrachtet ist es nur empfehlenswert und gliedert sich gut in die Reihe der derzeitigen Tokina-Objektive ein.

Ob das Tokina eine Alternative zum 17-55 darstellt, muß jeder für sich selbst entscheiden. Die Abbildungsleistung des 17-55 ist ohne Zweifel besser. Die Frage ist eben, wie häufig man das Objektiv wirklich benötigt, wieviel Geld man dafür ausgeben möchte und welche Kompromisse man bereit ist einzugehen. Ich werde meines jedenfalls behalten ...


Beste Grüße

Rainer


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BeitragVerfasst: 21.11.2007, 00:07 
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Hallo Zusammen,

also nochmal zurück zu bereits geschriebenem.

Erstens ist mir ein Fehler unterlaufen. Der Herr Tokina hat nämlich dazugelernt und beim Umschalten in den manuellen Modus merkt das jetzt auch die Kamera. Anders ausgedrückt: der Fokussierring dreht sich auf "MAN" nicht mehr mit - ein eindeutiges Plus gegenüber früheren Exemplaren aus der "PRO"-Serie.

Zweitens bin ich auch heute noch von dem Objektiv überzeugt. Allerdings möchte ich auf einen Schwachpunkt hinweisen.

Ich habe mich von Anfang an gewundert, warum bei meinem 16-50er in der Zoomstellung 16mm - also ganz eingefahren - der vordere Tubus von NEU weg so "gewackelt" hat. Vergangene Woche wurde mir das zu blöd und ich habe mal "nachgesehen".

Im eingefahrenen Zustand liegt der, doch relativ schwere, vordere Objektivkörper am äussersten Ende der drei Führungsschienen auf. Und obwohl es sich um einen faserverstärkten Kunststoff handelt, waren zwei der drei Schienenenden bereits abgebrochen. Bild 1 zeigt ein solches Ende (bereits geklebt). Der Kunststoff lässt sich übrigens mit Sekundenkleber hervorragend "reparieren".

Bild



Das Objektiv liegt mit dem vorderen Tubus in Einstellung 16mm noch nicht auf dem Hauptkörper auf sondern hat noch etwa 2mm Luft (siehe Bild 2).

Bild

Wenn das Objektiv in dieser Stellung einen Stoß oder Schlag von vorn bekommt, sind die Schienen sehr warscheinlich ab. Bei Lagerung in Mittelstellung zwischen 16 und 24 mm ist das Objektiv nicht länger als bei 16mm, die Schienen sind an dieser Stelle aber deutlich stabiler und seitdem ist Ruhe.

Beste Grüße

Rainer


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