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BeitragVerfasst: 14.04.2011, 23:33 
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Hi Forenten,
und wieder einmal stellen sich mir Fragen bei denen ich gerne Eure Erfahrungen/Meinungen hätte........
Wie weit blendet Ihr denn Eure Objektive ab? Ab wann erziehle ich keinen Tiefenschärfegewinn mehr sondern kommen in den Bereich wo die Bildqualität wieder abnimmt?
Sprich bis Blende 11 oder 16 oder 22 oder........
Habt Ihr das selbst ermittelt - und wenn ja wie? Oder weiss man dass halt einfach......?
Mich interessieren Eure Erfahrungen bei den aktuellen
Nikon 14-24
Nikon 24-70
Nikon 70-200
Nikon 200-400
Nikon 17-55

1000 Dank
Tobias


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 15:27 
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Tobias hat geschrieben:
Ab wann erziehle ich keinen Tiefenschärfegewinn mehr sondern kommen in den Bereich wo die Bildqualität wieder abnimmt?

Ich kann mir denken, was Du meinst, aber so stimmt die Formulierung nicht ganz:
Die Tiefenschärfe nimmt schon immer weiter zu, allerdings nimmt auch die allgemeine Unschärfe durch Beugung zu. Letztlich ist es dann die Frage, will ich lieber einen kleineren Teil knackscharf oder einen größeren Teil nur 95% scharf haben, wobei letzteres für viele Zwecke ja völlig ausreichend ist.

Die theoretischen Werte (also ohne Berücksichtigung von Objektivfehlern) kannst Du Dir hier ausrechnen:
http://www.erik-krause.de/schaerfe.htm


Gruß
Manfred


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 17:08 
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Ein 85/2.8 PC-D bietet zwar Blende 45 bei unendlich, ist aber wegen Beugungsunschärfe definitiv nicht zu gebrauchen.

Anbei zwei interessante Online-Rechner mit verschiedenen Ansätzen zu diesem Thema.

Im Kapitel Influence of Diffraction und im Kapitel Calculating the Diffraction Limit

_________________
Wirklich ist weder das Erkennende noch das zu Erkennende, sondern erst das Erkannte.


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 20:48 
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ManfredG hat geschrieben:
Ich kann mir denken, was Du meinst, aber so stimmt die Formulierung nicht ganz:
Die Tiefenschärfe nimmt schon immer weiter zu, allerdings nimmt auch die allgemeine Unschärfe durch Beugung zu. Letztlich ist es dann die Frage, will ich lieber einen kleineren Teil knackscharf oder einen größeren Teil nur 95% scharf haben, wobei letzteres für viele Zwecke ja völlig ausreichend ist.
Gruß
Manfred


Das ist genau richtig. Die optimale Auflösung eines Objektivs wird durch weiteres Abblenden schlechter. Es ist eine Frage des Anspruchs und der Aufgabe.


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BeitragVerfasst: 16.04.2011, 10:13 
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... hat es nicht immer geheißen, dass Objektive ihre beste Leistung bei zwei Stufen Abblendung haben?
Das galt auch für das EL-Nikkor in der Duka.

Schöne Grüße!
michael


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 16:58 
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Hi,

danke erst mal für Euer Feedback auf das ich mich immer gerne verlasse :-)
Werde mir die angegebenen Links mal in Ruhe anschauen.....vielleicht werde ich ja etwas schlauer.....
Viele Grüße
Tobias


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BeitragVerfasst: 18.04.2011, 20:48 
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miwolf hat geschrieben:
... hat es nicht immer geheißen, dass Objektive ihre beste Leistung bei zwei Stufen Abblendung haben?
Das galt auch für das EL-Nikkor in der Duka.

Schöne Grüße!
michael


Bei den meisten neuzeitlichen Objektiven ist das so ähnlich. Die früheren Großformat- und Hasselbladobjektive waren so gerechnet, daß sie bei kleineren Blenden ihre Höchstleistung brachten.
Ideal wäre, wenn die Objektive wie z.B. ein 2/200 Nikkor schon ganz offen die höchste Auflösung und durch das Abblenden nur einen Schärfentiefezuwachs hätten. Aber es kommt auf die Aufgabe an.


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BeitragVerfasst: 19.04.2011, 08:51 
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Karlmera hat geschrieben:
Die früheren Großformat- und Hasselbladobjektive waren so gerechnet, daß sie bei kleineren Blenden ihre Höchstleistung brachten.


Ähm, das kann eigentlich nicht sein.
Ok, dass sie bei kleineren Blenden ihre beste Leistung brachten, mag gut sein. Aber dass das (absichtlich) so gerechnet war, das halte ich für ein Märchen. Denn:
Der Verlust an Schärfe durch Abblenden aufgrund der Beugung ist ein physikalisches Gesetzt, das kann man nicht "wegrechnen". Und dass Objektive bei offener Blende noch nicht ihre maximale Leistung bringen ist streng genommen ein "Mangel" des Objektives, weil halt Abbildungsfehler bei Offenblende stärker zu Tage treten. Man könnte also sagen: Je weiter man abblenden muss, um die maximale Leistung des Objektives zu erreichen, umso schlechter ist das Objektiv. ;-) (Mit Schärfentiefe hat das alles natürlich nichts zu tun jetzt!)


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BeitragVerfasst: 19.04.2011, 15:02 
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ManfredG hat geschrieben:
Karlmera hat geschrieben:
Die früheren Großformat- und Hasselbladobjektive waren so gerechnet, daß sie bei kleineren Blenden ihre Höchstleistung brachten.


Ähm, das kann eigentlich nicht sein.
Ok, dass sie bei kleineren Blenden ihre beste Leistung brachten, mag gut sein. Aber dass das (absichtlich) so gerechnet war, das halte ich für ein Märchen. Denn:
Der Verlust an Schärfe durch Abblenden aufgrund der Beugung ist ein physikalisches Gesetzt, das kann man nicht "wegrechnen". Und dass Objektive bei offener Blende noch nicht ihre maximale Leistung bringen ist streng genommen ein "Mangel" des Objektives, weil halt Abbildungsfehler bei Offenblende stärker zu Tage treten. Man könnte also sagen: Je weiter man abblenden muss, um die maximale Leistung des Objektives zu erreichen, umso schlechter ist das Objektiv. ;-) (Mit Schärfentiefe hat das alles natürlich nichts zu tun jetzt!)


Die Konstrukteure können in einem bestimmten Maß steuern, wo die "peak performance" ist. Früher waren die Aufgaben der sogenannten Profis eher handwerklicher Art, nämlich Produkte, auch Architektur möglichst von vorn bis hinten scharf abzubilden. Also bauten Zeiss usw. Objektive, die auch dort ihre beste Abbildungsleistung hatten. Dann entwickelten sich andere Aufgaben und auch Ansprüche, die Fotografen wollten mit selektiver Schärfe gestalten, also wurden ihnen diese Optiken auch entwickelt, die schon gute Offenblendqualitäten hatten.

Man kann aber auf keinen Fall sagen, ein Objektiv, das man relativ weit abblenden muß, um die Höchstleistung zu bekommen, sei schlecht, genausowenig wie ein Objektiv, das bei offener Blende seine beste Qualität liefert und bei starkem Abblenden viel schlechter wird. Es kommt auf den Einsatzzweck an.


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BeitragVerfasst: 05.06.2011, 15:21 
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Von mir auch noch ein Tipp zum Verhältnis Blende und Auflösung:
DXO, z.B.
http://www.dxomark.com/index.php/Lens-w ... ED/(camera)/438/(cameraname)/NIKON-D3#div1anchor

Vorsicht, macht süchtig. :-)

Gruß
Harry

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BeitragVerfasst: 05.06.2011, 15:22 
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harryhain hat geschrieben:
Von mir auch noch ein Tipp zum Verhältnis Blende und Auflösung:
DXO, z.B.
http://www.dxomark.com/index.php/Lens-w ... ED/(camera)/438/(cameraname)/NIKON-D3#div1anchor

Vorsicht, macht süchtig. :-)

Gruß
Harry


Falls der Link nciht funzt, ggf. den hier
http://www.dxomark.com/index.php/Lens-w ... f-2.8G-ED/

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BeitragVerfasst: 07.06.2011, 10:44 
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Karlmera hat geschrieben:
Die Konstrukteure können in einem bestimmten Maß steuern, wo die "peak performance" ist.

Natürlich gibt es viele "Parameter", an denen man bei der Konstruktion drehen kann. Und das Auflösungvermögen ist ja nun wirklich nur eines unter mehreren Qualitätskriterien. Daher ist es zum Beispiel durchaus denkbar, ein Objektiv mehr in Richtung geringe Verzeichnung (Vignettierung etc.) zu optimieren als auf Offenblenden-Schärfe. - Das ändert aber nichts an meiner Aussage bezüglich Auflösungvermögen.

Karlmera hat geschrieben:
das bei offener Blende seine beste Qualität liefert und bei starkem Abblenden viel schlechter wird.


Ein solches Objektiv gibt es m.W. aber nicht. - Abgesehen von dem Qualitätsverlust auf Grund der Beugung, diese ist aber wie gesagt physikalischer Natur und nicht zu vermeiden. Und je höher die Auflösung bei (fast) Offenblende ist, umso eher fällt der Auflösungsverlust durch Beugung auf.


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BeitragVerfasst: 08.06.2011, 11:15 
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Ach ja, die Auszugsverlängerung im Nahbereich geht in die Beugung mit ein. Bei Nikon Objektiven mit CPU wird sie automatisch berücksichtigt. Bei vielen Fremdoptiken hingegen nicht und muss dort entsprechend im Geiste hinzuaddiert werden.

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BeitragVerfasst: 11.06.2011, 17:56 
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ManfredG hat geschrieben:

Ein solches Objektiv gibt es m.W. aber nicht.


Doch, ich selbst habe ein solches Objektiv, ein Zeiss S-Planar 2,8/100mm. Es ist auf den Abb.-Maßstab 1:10 optimiert und auf volle Öffnung. Dieses Objektiv wurde deshalb ohne Blende konstruiert.
Gute andere Beispiele sind sämtliche Lupenobjektive, die auf offenen Blende optimiert sind.

Auch das 2/200 Nikkor könnte man erwähnen.


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